1.12.18

Adventsgeschichte: »Facebook« anno 1983 - Weihnachtsgedicht von Loriot

»Advent« heißt Ankunft - aber Ankunft wo?

Mit Kommentaren gibt's diese Story auch hier zu lesen (ich weiß nur nicht, ob das alle Nicht-SZ-Mitglieder sehen können).

*Zwinker*: Welches von den 3 Diandlmaderln is in Wahrheit ein Bursche? :-) Bild: Wikipedia








»Facebook« anno 1983



Geschichtchen, wie sie das Leben schreibt



Nachdenklich stand er am Rande der Aussichtsterrasse im kleinsten Badeort Deutschlands und blickte zu den nahen, grünen Bergen im Osten. Dieser Spätwinter und Frühling 2013 war einer kältesten, dunkelsten und verspätetsten seit Jahrzehnten gewesen, und selbst gegen Ende Mai wollte das kühle, regnerische Wetter immer noch nicht weichen.

Ob Goethe damals auch von so miesem Wetter geplagt war? fragte er sich. Kein Wunder, daß er das »Land, in dem die Zitronen blüh'n«, dem ungemütlichen Deutschland vorzog.

Vor der Terrasse verlief die stark befahrene Bundesstraße, die fast identisch war mit der »Schweizer Straße«, auf der Goethe einst, vielleicht nach einem Besuch bei seinem Tübinger Verleger Cotta, südwärts rollte.

Und schon wieder fing es an zu tröpfeln. Fröstelnd zog er sich ins Restaurant zurück, wo eine größere Gruppe Damen und Herren mittleren Alters feierte: 30 Jahre Abi, Abi an jenem »Gymi« direkt am Hang des vorgeschobensten der Albberge, drei Kilometer östlich. Der Pfarrer an der höchsten Kirche der Welt, der Erfolgsjournalist, der Physikprof, der Chirurg, der Erotikverleger … Und er war ein Teil dieser Festgesellschaft, schlenderte in einen Nebenraum, wo ein Diaprojektor alle paar Sekunden ein anderes Schwarzweißbild an die Wand warf. Was zum Geier …? fragte er sich, als auf einmal sein Bild an der Wand erschien. Verblüfft starrte er auf sein 30 Jahre jüngeres Alter Ego, das ihm da entgegenblickte – durch dieselbe Brille wie die, die er heute trug. Eine neuere war ihm Tage zuvor zerbrochen, und verwundert hatte er festgestellt, daß er mit der Uralt-Brille sogar besser in die Ferne sehen konnte als mit der neueren – auf diese Dias an der Wand zum Beispiel: alle paar Sekunden ein anderer Ex-Schulkamerad.

Und das ist doch …? Ja. Kein Zweifel. Jan F.*, sein »Busenfreund« in der 6. Klasse, wie es sein späterer Lateinlehrer altmodisch genannt hätte. In Klasse 7 trennten sich beider Wege, denn Jan wählte »Franz« als zweite Fremdsprache, er selbst Latein. Nur noch in den Pausen sahen sie sich gelegentlich, meist ohne Worte zu wechseln; seiner Mutter hatte sein »Umgang« mit Jan sowieso nie gepaßt. Damals, in Klasse 6, war Jan ein schmächtiges Bübchen mit schwarzem Mireille-Mathieu-Pagenschnitt, auf den Tag genau ein Jahr jünger als er, denn er war mit sieben eingeschult worden, Jan mit sechs. (Außerdem gab's noch eine Mitschülerin, die auf den Tag genau ein Jahr älter war als er, mit sieben eingeschult, nach Klasse 5 der Hauptschule in Klasse 5 des Gymnasiums wechselnd und schon etwas leicht Mütterliches ausstrahlend …) Auf dem an die Wand projizierten Schwarzweißdia wirkte Jan im Abituralter verändert, leicht ungelenk, schlaksig, als sei er irgendwie mit sich selbst unzufrieden, mit sich selbst nicht im reinen.

»Total vergessen, diese Bilder, was?« sprach ihn ein Schulkamerad grinsend von der Seite an. »Das seh ich deinem Gesicht an. Du bist nicht der einzige, der das total vergessen hat.«

Er nickte. »Stimmt. Aber jetzt kehrt die Erinnerung langsam wieder zurück.« Ein Mitschüler hatte zwischen schriftlichem und mündlichem Abi die Idee gehabt, unserem Direktor als Abschiedsgeschenk ein »Facebook« zu schenken, wie man es damals natürlich noch nicht nannte, nicht in Deutschland jedenfalls, ein Fotoalbum mit unser aller Porträts. Mit einem Freßkorb plus ein paar guten Tröpfchen wär' der Direx besser bedient gewesen als mit unseren Dutzendvisagen auf Papier, hatte er schon damals gedacht, und seine Skepsis drückte sich in seinem Bild deutlich aus, wie er mit verschränkten Armen auf dem Schulhof dastand und in die Kamera blickte.



Über Gott und die Welt hatte er mit Jan damals, in Klasse 6, auf dessen Zimmer gequatscht – umgekehrt gab es nie einen Besuch –, vor allem aber über »die Weiber« und wie es wohl sein würde, wenn man selbst schon eins dieser begehrenswerten Wesen sein eigen nennen könnte. »Praline« und »Wochenend« hatten sie in irgendwelchen Dorf- oder Buch- und Schreibwarenläden gekauft, diese »Rentnerpornos«, oder gleich an Ort und Stelle selbst gelesen, das knappe Taschengeld schonend, unbekümmert um flapsige Kommentare anderer Kunden, bis man sie hinauswarf: »Und wenn du alle nackigen Frauen angeschaut hast, kannst du die Illustrierte wieder weglegen! Und in Zukunft kaufst du entweder, oder du läßt es bleiben, und liest hier nicht mehr stundenlang gratis!« Dabei war's höchstens minutenlang gewesen …



In Ermangelung von Mädchen hatten sie sich auch gelegentlich selbst beschmust, wobei immer einer von ihnen »das Mädchen« mimen mußte, meistens Jan, denn er war kleiner, jünger, schmächtiger und noch weniger entwickelt. Wie nach einem Schulhof-Ringkampf preßte er Jan dann gegen dessen nur spielerische Gegenwehr zu Boden, schmiegte sich an und auf ihn und flüsterte ihm ins Ohr: »Du bist jetzt Janine! Du wirst jetzt gebumst!« Jan warf seine errötenden Wangen hin und her und versuchte, dem fälligen Kuß zu entgehen … ›Carpere oscula‹, ›Küsse rauben‹ – hier hätte dieses altmodische Übersetzungsdeutsch, wie ich's später in Latein lernte, mal seine Berechtigung gehabt, dachte er melancholisch.



»Ich hab keine Ahnung, als was ich da hingehen soll«, klagte Jan einmal in der kleinen Pause zwischen zwei Schulstunden, als eine von und in der Schule veranstaltete Faschingsparty näherrückte.

Er gab Jan vor aller Ohren, halb im Scherz, halb im Ernst, den Rat: »Geh doch als Mädchen!«

Am Abend der Party, nein, eigentlich schon zur Nachmittagskaffeezeit, denn es war trotz Februar noch hell, holte er Jan ab, wie ein Ballherr seine Balldame. Dabei wußte er, als er in seinem Kostüm – was war's eigentlich? Vergessen, belanglos … – vor Jans Haus stand, noch gar nicht, ob Jan überhaupt seinem Vorschlag gefolgt war.

Er war. Im Dirndl trat Jan aus der Haustür, halb verlegen, halb strahlend, und folgsam legte er seine zierlichere Hand in die fordernd hingehaltene Pranke des »Ballherrn«, und händchenhaltend legten sie beide zusammen die 500 Meter am Ortsrand zurück, zwischen Einfamilienhäusern links und den Wiesen rechts am vorgeschobensten Albhang.

Nach 400 Metern rechts das fast noch nagelneue Hallenbad. Im Gegensatz zu den meisten seiner Mitschüler hatte er Schwimmen gemocht – ebenso wie das Getuschel, kurz bevor er die Umkleide betrat. »Bei dem sieht man schon was« – die ersten Schamhaare nämlich; »und bei dem hört man schon was«, hätten sie auch noch sagen können – nämlich eine Baßstimme. Bei beidem war er früher dran als seine Mitschüler, ungewöhnlich früh für »Klasse Sex«, wie es einer der regelmäßigen »Pral(l)ine«-Leser nannte. Haha. Der Wunsch als Vater des Gedankens …

Dann endlich das häßliche, wenige Jahre junge Schulzentrum, Waschbeton, breit und flach mit einem auffälligen Schornstein, »wie ein aufgetauchtes U-Boot« (so ein Kritiker). Viele Schulzimmer hatten gar keine Fenster nach außen, nur die nicht zu öffnenden Dachfenster eines Sheddachs. Heiß und miefig war's da sommers öfter – auch an jenem Sommertag, als die Klasse nach der letzten Stunde schon gegangen war und nur noch vier Schüler im Klassenzimmer zurückgeblieben waren: zwei kesse Mädels, Jan und er. Ein Tennisball fand sich schnell, ein Spiel auch: »Abschießerles.« Und immer verloren die, die im Grunde verlieren wollten – wegen der hoffnungsvoll erwarteten »Strafe«. Als es Jan und ihn erwischte, hatten sie auf Befehl der Mädchen gehorsam die Hosen heruntergelassen und sich rundherum präsentiert. Dann machte eins der Mädchen, später nicht ganz ohne Grund von manchen »Nutti« genannt, leuchtenden Auges den Vorschlag: »Wenn ihr uns abschießt, sind wir eure Sklavinnen!« Das klang verheißungsvoll, doch wenig später mußten Jan und er feststellen, daß »Sklavinnen« durchaus zickiger und widerspenstiger sein konnten, als man(n) sich das so vorstellte … Non scholae, sed vitae discimus …



Hastig zog Jan seine Hand aus der seinen zurück, als die Einlaßkontrolle zur SMV-Faschingsparty in Sicht kam – dabei hatte man dort (wie anderswo) nur Augen für die knackigen Äpfel, die als »Möpse« Jans Dirndl vorne ausfüllten …



Der Spätnachmittag schritt voran, wurde zum frühen Abend, die Tanzfläche belebte sich, die Musik aus der Konserve bestand nur aus überlauter Rockmusik, kein Wiener Walzer (den er damals sowieso noch nicht tanzen konnte), aber auch kein Blues, der auf den Parties der einzelnen Klassen oft den Vorwand für »die Schmuser« bildete, für eng aneinandergeschmiegtes Befummeln und Tanzen fast nur auf der Stelle, ganz langsam und genüßlich. »Die Blueser und Schmuser.« »Stehblues«, ja, so nannte man das damals. Wie gerne hätte er »Janine« vor aller Augen eng an sich gezogen …



»Na – ganz in die Betrachtung der Vergangenheit versunken?« Das war wieder der Schulkamerad, der ihn schon vorher lächelnd angesprochen hatte.

»Äh … ja«, erwachte er aus seinen Träumereien. An der Wand erschien aus dem Kreislauf der Bilder gerade wieder das Bild von Jan F. Aus Neugier, aber auch einfach nur um etwas zu sagen, fragte er: »Was ist aus Jan F. eigentlich geworden? Ich hab ihn noch nie bei einem unserer ›Veteranentreffen‹ gesehen …«

»Wirste auch nicht mehr – nie mehr.«

»Wieso nicht?« Ihm wurde leicht unbehaglich zumute.

»Jan F. ist tot. Hat sich umgebracht.«

Sein Unbehagen verstärkte sich.

»Selbstmord?«

Sein Gesprächspartner nickte. »Selbstmord, ja.«

Er wandte sich ab, ging ans Fenster, tat so, als studierte er die Landschaft, die allzu vertraute. Ein Teil von ihm wollte fragen: Warum? Wieso? Weiß jemand was Genaueres darüber? Aber er brachte kein Wort über seine Lippen. Bloß nicht daran rühren, flüsterte etwas in ihm. Willst du es wirklich so genau wissen?



»Auf geht’s!« rief ihm ein anderer Schulkamerad grinsend zu. »Jetzt geht’s in die Zielgerade! Nach dem normalen Büfett gibt’s jetzt noch ein süßes Dessert-Büfett!«

Er lächelte verlegen und legte die Hand auf sein Bäuchlein. »Danke – das normale Büfett hat mir schon etwas auf den Magen geschlagen; ein andermal!« Er griff sich seine Jacke mit dem Autoschlüssel und seinen Hut, grüßte in die Runde: »Bis zum nächsten Mal!«



Frische Luft, endlich! dachte er, als aus dem Lokal trat. Seine rechte Hand klimperte mit dem Autoschlüssel in der Jackentasche. Unter dem grauen Himmel setzte wieder der Nieselregen ein.



Auf dem Heimweg fuhr er an jener Bushaltestelle vorbei, an der einige Jahre nach der Faschingsparty die Schulbusse in seinen Wohnort abfuhren. Auch auf ihren Bus warteten dort der bullige Anführer einer Halbstarken-Mopedrockergang und sein Fanclub, und gelegentlich trat dieser Gang-Boß ihm in den Weg und forderte unter dem Beifall seiner Jünger grinsend: »Komm, gib mir einen Zungenkuß!«

Diesmal war er der Schwächere, stand stumm da und hoffte, daß der Gang-Boß das Interesse an der Sache verlieren würde – was auch stets eintrat. ›Ich wußte gar nicht, daß du schwul bist‹, hätte ich sagen sollen, ging es ihm müde durch den Kopf – auch auf die Gefahr hin, daß die Brille, die verläßliche, 100 Meter weit wegfliegt … Oder die Arme ausbreiten und sagen: ›Du traust dich ja doch nicht!‹ Heute könnte man noch dazu Handy-Filmer auffordern, das Ereignis zu filmen …



Die Leute werden nie gescheit, auch nicht mit über 40, dachte er und setzte seine Heimfahrt fort.



* Name geändert; ansonsten entspricht fast alles der Realität …


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Und hier noch ein besinnliches Weihnachtsgedicht von Loriot:


Im Försterhaus :-)



Schönen 1. Advent euch allen! :-)                       

21.11.18

Die Sklavinnen von Tanger - ein »SA-Roman« ...

... ein »Sex-und-Abenteuer-Roman« nämlich - klingt doch gleich viel besser als das immer noch leicht anrüchige »SM-Roman«, oder? ;-) 

Da hat sich unser MARTERPFAHL-Autor Schaendler so viel Mühe gegeben, hat sich extra in einen orientalischen Fummel geschmissen an jener »Kulturnacht«-Lesung am 12.5. in Tübingen:

Der Prediger in der Büste, sozusagen ... ;-)
Hat alles nix genutzt :-( Der Upload des endlich fertigen Videos scheiterte nach stundenlangen Bemühungen, leider. Nur am Anfang gab's Bild und Ton, nach wenigen Minuten war nur noch der Ton zu hören, das Bild verschwand, nur noch ein Geflacker in verschiedenen Farben war zu sehen ... 

500 MB sind auch ein »starkes Stück« (statt in 15-min-Häppchen 43 min am Stück, was ein Freischalten für so lange Videos notwendig machte) ...

Tut mir leid, werte Fans, im Auftrag des wackeren MARTERPFAHL-Autors Raymond Schaendler entschuldige ich mich für dieses Fiasko, 1000 x sorry ... :-( 

Auf dem Stick, den ich vom »Kameramann« erhalten habe, und auf meiner Festplatte ist alles klar zu sehen, aber der lange Upload und die noch längere »Verarbeitung« scheint das Ding irgendwie zu zerschreddern ... 

So lange warten, und dann isses doch nix :-(

Dafür wird der Roman dann um so besser - versprochen! :-)

11.11.18

Ein Pakt der Wölfe über die Schafe: Das Wort zum Sonntag am 11.11.'18

Es ist Martinitag, liebe Leser - und wie so manche Martinsgans wiegen sich auch viele Menschen in Illusionen, bevor sie dann in die Pfanne gehauen werden.














Kann diese süße Kleine ein todeswürdiges Verbrechen begangen haben? Etwa indem sie ein paar flapsige Bemerkungen über den Propheten aller Steinzeit-Fundis fallen ließ?


Bild: SPON
















»Ja!« brüllen rauschebärtige pakistanische Fundis im Nachthemd ...




Bild: tagesspiegel












... und fordern brüllend und kreischend Asia Bibis Kopf - in Pakistan, dem Land eines zahlenstarken lynchbereiten Mobs, der sich jederzeit versammelt, wo nur jemand das Gerücht verbreitet »Der X hat den Propheten geschmäht«, so drückte es mal ein dort verfolgter Christ im Deutschlandfunk aus.




















Hier verbrennen die Fundis in effigie die US-Cartoonistin Molly Norris, die einen Mohammed-Zeichentag gefordert hatte.

Wehe uns (im vorläufig noch) »freien Westen«, wenn diese mittelalterlich denkenden Fundis bei uns einwandern und uns hierzulande heimsuchen! Schon jetzt ist es schlimm genug. Leute wie Kurt Westergard oder Salman Rushdie müssen unter Polizeischutz leben, weil sie eine kesse Lippe bzw. Feder riskiert haben. In seinen Büchern zeigt der Undercover-Journalist Shams ul-Haq, wie leicht es ist, als Islamist, als vermeintlicher Flüchtling, nach Deutschland einzureisen und hier islamistische Netzwerke zu verstärken und zu bilden, und das auch noch mit Steuergeldern unterstützt. Natürlich sind nicht alle Asylanten so, manche fliehen auch tatsächlich vor Islamisten in die Freiheit - müssen aber hier oft mit ansehen, daß ihre islamistischen Peiniger, die Prediger der Unfreiheit (Islam=Unterwerfung), auch schon hier sind ... 

Und es soll ihnen noch leichter gemacht werden. Mit kaum überbietbarer Naivität beschimpfen die »Altparteien« die AfD, die den sonderbaren UN-Pakt für Migration ablehnt, diesen »Pakt für Wölfe auf freien Zutritt zu den Schafen« (so ein Israeli), und wollen den Weg freimachen für noch mehr unkontrollierte und erleichterte Zuwanderung nach Deutschland. An der bosnisch-kroatischen Grenze stecken derzeit 20.000 Möchtegern-Zuwanderer fest, darunter etliche aus Pakistan, Iran, Irak, Afghanistan; wer weiß, was die so alles im Schilde, im Herzen und im Hirn mit sich führen an Gedanken, Plänen und Ideen ... Aber Zuwanderung ist immer und überall positiv, so der UN-Pakt - ja, nee, is klar ... ;-) Außerdem sei alles unverbindlich - so unverbindlich wie z. B. 2006 die UN-Behindertenrechtskonvention, die uns inzwischen steinharte Inklusionspflichten aufgebürdet hat, die mehr Probleme schaffen als lösen ... 

Hier kann man die täglich wachsende Liste der Länder nachlesen, die den UN-Migrationspakt nicht unterzeichnen wollen:


  • Österreich
  • Polen
  • Ungarn
  • Tschechien
  • Schweden (nur mit Nachbesserungen)
  • Niederlande (nur mit Nachbesserungen)
  • Griechenland
  • Kroatien
  • Dänemark
  • Italien
  • Norwegen
  • Slowenien
  • Israel
  • Australien
  • USA
  • China
  • Japan
  • Korea
  • Kanada

Darunter viele Nachbarn Deutschlands und viele klassische Einwanderungsländer - logisch, die hätten ja auch am meisten unter den Folgen zu leiden. Länder wie Burundi oder Bolivien können unbesorgt unterschreiben, von da wollen ja die Leute fort, nicht hin ;-) 

[Ergänzung 9.12.: Guter Kurzkommentar hier]

Das Stimmungsbild in Deutschland: »Jeder dritte Befragte (33,3 Prozent) ist dafür, dass Deutschland dem UN-Migrationspakt beitritt. Ein weiteres Drittel (33,9 Prozent) ist dagegen. Und ein weiteres Drittel (33 Prozent) kann oder will das nicht beurteilen. Die relative Mehrheit der Westdeutschen (31,4 Prozent) ist dafür, den UN-Migrationspakt abzulehnen, in Ostdeutschland sind es sogar 39,7 Prozent. Am größten ist die Ablehnung in Sachsen (46,8 Prozent) und in Thüringen (45,9 Prozent).« [Nachtrag 21.11.: Es mehren sich die Anzeichen, daß es Merkel & Co. selbst waren, die dieses Kuckucksei von Pakt initiiert haben, siehe hier - es würde passen wie die Faust aufs Auge ...]

So, und jetzt geh ich Gänsekeule essen, und danach wieder Paketeschnüren, Steuerkram und Ebooks vorbereiten. Eine frohe vorweihnachtliche Fastenzeit (die begann ursprünglich am 12.11.) wünscht und grüßt  R. H.

28.10.18

Freibad im Schnee (fast) - Bescherung: 10 neue Ebooks (demnächst) - Bürokratie - neue Paperbacks


Vor knapp einem Jahr (17.-19.11.'17) war ich auf der Hamburger »Passion«-Fetischmesse, und jemand erzählte mir: »Ich hab meine Steuererklärungen für 2015 und 2016 auch erst vor kurzem abgegeben.« Na, dann bin ich ja nicht allein mit meiner Bummelei. Das Dumme ist nur, daß man vor allem bei der Umsatzsteuer immer höher geschätzt und auch gepfändet wird, mit geschätzten Umsätzen, die bald das Zehnfache des wirklichen Umsatzes betragen. - Als es jetzt fast existenzbedrohend wurde, hab ich mich aufgerafft, 2015 ist abgegeben, 2016 in Arbeit, und 2017 wird wohl am 11.11. auch im Kasten sein (alles noch auf Papier, ohne ELSTER). Dann werden wohl hoffentlich einige tausend zu viel gezahlte Euronen zurückkehren. - (Sketch: »Standesgemäß sterben: Die Putzfrau kehrt nie wieder. Der Gynäkologe scheidet ab. Dolly Buster ist abgenippelt.« Das drehte eine Theatertruppe (LTT) im Tübinger »Pausenhof« (s. u.).)

Sodann werde ich mich bemühen, bis zum 1. Advent 10 neue Ebooks herauszubringen, denn ohne Moos nix los, da kann ich dann noch nicht mal die Druckereirechnungen für neue Paperback-Titel bezahlen - und um die - die nächsten drei - werde ich mich nach den 10 Ebooks kümmern.




Für so ein fesches (Ebook-)Titelbild läßt man doch den Steuerkram allzugern liegen. Warum nicht das Titelbild der Originalausgabe? Weil ich das gar nimmer in hoher Auflösung habe.


Freibad am 26.10. (und 28.10.)

26.10.: Herrliches Wetter, goldener Oktober, goldgelbe Wälder am Spitzberg, blauer Himmel, Sonnenschein. Das perfekte Wetter, um noch mal ins Freibad zu gehen. Wegen des warmen Herbstwetters hat das Tübinger Freibad immer noch auf, statt wie üblich schon seit Ende September geschlossen zu haben. Es waren überwiegend sportliche Schwimmer da. Ich schwamm zehn Bahnen, 500 m. Sonntag soll's (bei vermutlich besch...eidenem Wetter) Gratis-»Ausbaden« geben.

Aber das schöne Wetter ist nicht der einzige Grund, weshalb das Tübinger Freibad so lange offenhält. Tübingen hat sich nämlich verpflichtet, stets ein Bad offenzuhalten, entweder das Freibad oder das Hallenbad Waldhäuser-Ost; ist keins offen, haben Jahreskartenbesitzer offenbar einen Regreßanspruch. Und das Hallenbad W-O ist derzeit einsturzgefährdet, das Dach jedenfalls. Irgendwas mit dem Beton. Da ist jeder Tag mehr Freibadöffnung willkommen.


Da dampft das 21-Grad-Wasser: bei 3 Grad Außentemperatur. Im Nichtschwimmerbecken (unten rechts) war das Wasser SO 28.10. sogar nur 11 Grad kühl, und sogar dorthin trauten sich einige hartgesottene Schwimmer. Bild: SCHWÄBISCHES TAGBLATT


Mit dem Zug von Nehren nach Tübingen zu fahren empfiehlt sich derzeit ebenfalls nicht. Auch hier hat man die rechtzeitige Renovierung verpennt, und nun sind die Gleise auf der Strecke Mössingen-Nehren-Tübingen dermaßen ausgeleiert, daß die Züge ganz langsam fahren müssen und z. B. der Interregio daher ab Tübingen gewaltig Verspätung hat, Reisende in Stuttgart die Anschlüsse nach Frankfurt etc. verpassen - und die Berufsschüler auf ihren ganz normalen Fünfkilometertouren nach Tübingen-Derendingen mit ausfallenden Zügen, Riesenverspätungen etc. kämpfen müssen. Mit anderen Worten: Die in Deutschland allgegenwärtige Bahnkrise hat uns jetzt voll erfaßt. Deutschland verfällt immer mehr :-( Gerade schreibt Freund Stolte auf FB: »Versuche, mal wieder mit dem Zug nach Aschersleben zu fahren. Erster Zug 5 min Verspätung, zweiter 45 min, Alternativzug fünf Minuten. Jetzt komme ich, wenn überhaupt, 1.45 Uhr in Aschersleben an. FCK Deutsche Bahn!« Und vor Wochen, im August: »Der erste Zug hatte Verspätung, der zweite fällt aus. Jetzt hänge ich 1,5 Stunden in Stuttgart rum. Wann wird die Deutsche Bahn endlich zerschlagen?« Und kurz danach: »Der zweite Zug hat jetzt soviel Verspätung, dass ich Aschersleben auch nicht mehr erreiche. Sonst fährt nichts mehr. Muss jetzt abbrechen und mit dem Auto fahren. Merkt, liebe Grüne: Die Bahn löst keine Verkehrsprobleme, sie IST ein Verkehrsproblem. Abstellen, abschaffen, verschrotten!« [Das hat die Bahn mit Madame Merkel gemeinsam - auch hier will und will es nicht gelingen, sie wenigstens aufs Abstellgleis zu schieben.]

SO, 28.10.: Im 430 m hohen Nehren schneit's schon leicht, eine dünne weiße Decke bleibt liegen, Autos »von der Alb 'ra« haben Schnee auf Dach und Motorhaube. In Tübingen (320 m hoch am Neckarufer) noch nicht. Im Tübinger Freibad dampft das Wasser, ich gehe mit Schuhen und Jacke bis an den Beckenrand und schwimme meine 10 Bahnen, dann ab unter die heiße Dusche :-) ... und zum Sonntagsbraten in die Bahnhofskneipe :-) 12 Kilo abgenommen hab ich seit Diätbeginn vor ca. 2 1/2 Monaten, jede Menge km auf dem Laufband gemacht (langsam), danach jeweils nur ein, zwei Radler, meist im »Pausenhof«, einer Kneipe mit dem Charme des Einrichtungshauses Sperrmüll, nix zu essen - da kann man schon einmal in der Woche Braten essen ... :-)

Keine Stunde mehr ... 

... und dann wollen wir sehen, ob Angela Merkel nicht doch endlich mal von der Bildfläche verschwindet. (Aber bei Kohl und Adenauer war's ja ähnlich quälend). 

Und damit over and out, abgesehen von ein bißchen Hessenwahlgucken widme ich mich jetzt wieder der Anlage EÜR & Co. ... ;-)

27.9.18

Jubiläumszahlen - Kein »unlimited« mehr - Druckereien schlagen zu - Intelligente Kritiken ;-)


245.000 Besucher hat dieser Blog jetzt seit Beginn der Statistikfunktion im Sommer 2010 gehabt, und bis zum Jahresende werden es wohl rund eine Viertelmillion sein. Die höchste monatliche Besucherzahl (22.000) hatte ich, als ich vor Jahren über Sarah Palins Möpse berichtete:

Kesse Sohle I (Fake): Tanzsportpaar Obama - Palin, laut »uncyclopedia«







































Kesse Sohle II (echt): Zwei Diktatoren beim Tänzchen - Ceausescu und Kim Il Sung, Bukarest 1971; Bild: FAZ
Das erfolgreichste Einzelposting war mit über 2000 Aufrufen »Fast 10 Euro für ein Kneipenbierchen« (in Genf oder Oslo) vom 1.7.'15 über die Korrelation, wenn nicht Kausalität zwischen Bierpreisen und Lebenshaltungskosten allgemein (Bier IST ein Lebensmittel). Da sieht man mal, was die Leute wirklich interessiert. Mit weitem Abstand (nur etwa ein Drittel vom Spitzenposting) folgen Postings über SM-Thriller und alles weitere.  

Anfang September 2018 wurde das 25000. Marterpfahl-Ebook verkauft; na, da gratuliere ich mir doch mal selbst :-)

Ende September, Anfang Oktober 2018, je nach Titel etwas unterschiedlich, lasse ich die »Kindle unlimited«-Programme auslaufen. Ende der Billigheimerei, sorry. 4,99 Euro sind weniger als zwei (deutsche;-) Kneipenbierchen, wem das zu viel ist für einen guten Roman, der soll zum Teufel geh'n ;-)

Amazon mal wieder

Ende der Billigheimerei: Das hat sich wohl auch Amazon gedacht und beabsichtigt die Dienste Create Space (mit denen ich die SCHWARZE SERIE zu drucken beabsichtigte) und Kdp (Kindle direct publishing), mit dem man auch bisher schon das Ebook durch ein Taschenbuch ergänzen konnte, einfach zu verschmelzen, um alles einfacher zu machen - leider auch um alles einfach zu verteuern, und zwar saftig um bis über 50 %, und einen Monat später gezahlt wird auch. Es wär so schön gewesen: Eine Seite kostet bei Amazon Create Space 1,2 Cent Druckkosten pauschal, bis hin zur Seitengröße »letter« (etwas breiter und niedriger als A4) - also einfach alles im Großformat layouten und drucken, 60 Seiten (entsprechend 150 Taschenbuchseiten) kosten 0,72 Euro, selbst eine polnische Druckerei nimmt mehr als das Doppelte - aber so einfach ist es dann doch nicht, wie ich mir das schönrechnete. Es kam auch bisher schon eine Grundgebühr von 60 Cent pro Buch dazu - aber gut, 1,32 Euro pro Buch ist immer noch günstig - aber demnächst bei Kindle direct publishing nimmer, da kosten dann Bücher bis 108 Seiten pauschal 1,90 € Druckkosten. Wieder einmal ein Traum zerplatzt! Ich hätte für die Amazon-Kunden großformatig drucken lassen, mit dezenterem Titelbild, und für den Rest polnisch billig im Taschenbuchformat - denn die Amazon-Druckerei war nur günstig für Amazon-Buchbesteller (Endkunden) - sich als Autor oder Verleger Buchexemplare für den Eigenbedarf oder -vertrieb zu bestellen war extrem teuer, unrentabel teuer.
Aber vielleicht hat das alles auch sein Gutes. Anstatt zweigleisig zu fahren und ein Großformat-Buch bei Amazon zu drucken und ein Taschenbuch polnisch günstig für alle anderen Kunden, wird's einfach nur noch ein Großformat-Buch, DIN-A 4 geben, das mag etwas teurer sein als ein Taschenbuch mit dem gleich langen Text, aber man spart sich diese Doppelgleisigkeit und ein Coverlayout ...
Ts - kein Tag ohne Überraschungen - oft unangenehme ;-) ... 


Die dümmsten Amazon-Rezensionen ...

... die ich für meine Titel ertragen mußte. Wohlgemerkt: Hier sind keine Verrisse aufgeführt, wenn sie wohlbegründet und -formuliert sind. Gemeint sind hingerotzte Zehn-Wort-Rezensionen mit fümpf Rächtschraipfeelern (die ich alle unkorrigiert beließ), deren Verfasser nur einfach ihren Mißmut auskotzen wollten.

Let's go:


+++++

Boris Cellar, Sklavenjagd

Was sollte das sein? (TB)
Dieses Buch hat überhaupt nichts mit dem Titel, etc zu tun.
Es ist unwahrscheinlich langatmig und langweilig geschrieben. Eines der schlechtesten Bücher

Nicht kurzweilig (Kindle)
Ich habe dieses Buch zwar bis zum Schluss gelesen es war aber zeitweise so das ich einfach ein paar Seiten hingeblättert habe da es mir Stellenweise zu langweilig und mit vielen Wiederholungen war


Arne Hoffmann, Onanieren für Profis

Onanieren für……… (TB)
Langweilig geschrieben, zu wenig Bilder, die Techniken werden nur spärlich beschrieben
für Profis das ich nicht lache
jeder 8 Klässler weiß mehr.
[Jeder Achtklässler weiß mehr über Rechtschreibung, kommentierte jemand darunter]


Uli Bendrick, Entführt, Teil I

Frust von Seite 1-183! (TB)
[Letzter Satz:] Marterpfahlverlag - stimmt: Denn dieses Buch stellt den Leser an einen solchen Martherpfahl und folter ihn mit lieblos gestalteten Charakteren, schlechten Recherchen, schlechter Sprache, dauernd wechselnder, sich selbst unterbrechender Sichtweisen ...


dieses buch find ich nicht gut (TB)
Diese Art der Schildung und zwischen Männern sagt mir nicht zu.Unter dem Titel hatte ich mir eine andere und bessere Geschichte vorgestellt.

Tomás de Torres, Sklavenjagd

Thriller ja, „SM“ fast nicht (TB)
[Erster Satz:] Wenn ich mir ein als "SM"thriller bezeichnetes Buch kaufe erwarte ich, dass die entsprechenden Schilderungen mehr als 5% des Inhalts füllen.
[SM ist für viele nur ein einvernehmliches Geklopfe – stinklangweilig find ich das; und Torres auch. Der Verleger]

Tomás de Torres, Der Narrenturm

Ging schon besser (TB)
Als ich mir dieses Buch gekauft habe ,dachte ich das es ein anregender Sm-Roman ist.
Die Wahrheit ist wohl das es lahm ist.Es ist kein richtiger Thriller und kein Erotikroman.Meine Empfehlung ist Finger weg.


Glynis Dunnitt, Ins Röckchen gezwungen

schlampig (TB)
Das Buch ist schlampig gemacht, die Übersetzung der ersten Geschichte ins Deutsche "eine Frechheit". [Woher weiß er das, wenn er das Original – wahrscheinlich – nicht kennt?]

Ansonsten haben mich die Geschichten nicht angemacht, aber vielleicht liegt das ja daran, dass ich eher Dominanz als Travestie mag.


Arne Hoffmann, Sex für Fortgeschrittene

Die Tipps und Ratschläge sind echt das Letzte und außerdem überhaupt nicht alltagstauglich. Angewiedert war ich beim Lesen auch des öfteren. Ich habe noch nie so einen Mist gelesen. Ein Stern ist eigentlich noch zu viel! Da gibt es bessere "Ratgeber".
[schreibt „Lady_Oscar_17“ und verdient sich damit keinen solchen … Als der Titel 2007 die Amazon-Charts stürmte, wimmelte es von solch geistreichen Verrissen, die von irgendwelchen Neidern und Konkurrenten stammten, bis hin zu Behauptungen wie »außer ein paar Witzen enthält es nichts«, aber die wurden dann wenigstens wieder gelöscht, man mußte sozusagen täglich aufwischen auf der Amazon-Website bzw. Amazon überreden, das doch bitte zu löschen … ]


Molly Morgen, Vom Macho zum Mädchen

Die Lieferung erfolgte in der angegebenen Zeit. Das Büchlein hält bei weitem nicht das, was der Titel verspricht. Ich als Crossdresser bin sehr enttäuscht. Sehr einfach geschrieben. Einfach nur enttäuschend. Kein weiteres Buch der Autorin.
[Die SCHLAGZEILEN über das Buch: „Neben der psychologischen Ebene, die wunderbar ausgeleuchtet wird, …“]


[Und hier wundert sich einer, daß ein Erotikbuch Erotik enthält:]
Erotikfans kommen auf ihre Kosten (TB)
Mir gefällt das Buch nicht so. Das liegt daran, das Cover und Inhaltsangabe nicht korekkt wiederspiegeln was im Buch drin steht.
Natürlich glaubt oder hofft man, das es ein wenig pervers ist, doch wie sehr es das ist überrascht doch. Oder erschreckt vielmehr.
Natürlich geht hier um Irrung und Wirrung, doch in erster Linie geht es um wilde Sexszenen, mit einer Frau und einer Drag Queen. Und am ende gibt es noch einen flotten dreier.


Christoph Brandhurst, Das geheime Zimmer

SM-Roman (TB)
Finde nicht, das man hier von einem SM-Roman reden darf. Hier gibt es zwar ein S und ein M, aber beide laufen komplett aneinander vorbei und somit gibt es kein SM. Hier trifft zumindest was von von der einen Darstellerin weis, der Wunsch nach SM-Spielen auf einen Dom, der jenseits von Gut und Böse agiert und nicht weis, was diese Spielart eigentlich bedeutet, welche
Pflicht und Fürsorge besonders ihm somit auferlegt ist. Schade, viel Geld für "nichts"
[Auch weitere Rezensenten betonten, daß SM für sie nur einvernehmlicher SM ist.]


Gerwalt, Weidenrute und Schwert

Braucht man nicht (TB)

Viele Widerholungen - macht einen weder an. noch hat es irgendeinen Tiefgang

Einfach öde - nicht zu empfehlen - lasst es


Justine Rhett, Eine Nacht lang wirst du käuflich sein

Enttäuschend

Ich bin richtig enttäusch von diesem Buch, es verspricht viel und hält dan gar nichts.

Eurydike, Die Nacht hat 24 Stunden; neun SM-Stories


Nur für SM-Liebhaber!

Ein Buch sehr extremer Spielarten, das man mögen muss.

Ich bin zwar modern und aufgeschlossen aber was hier beschrieben wird ist mir doch zu 

abwegig.

Daher wenig erregend!

[Überraschung – ein SM-Buch enthält SM-Stories!]


Hans-Peter Lepper, Das Internat in den Reben

stümperhafte Schreibweise (TB)
Einen einzigen Stern kann man für dieses Buch getrost vergeben, für die zwar grausame aber durchaus interessante Idee.
Allerdings ist die Schreibweise einfach nur stümperhaft, ein 1. Klässler hätte keine schlimmeren Formulierungen benutzt; der Autor hat definitief kein Talent zum Schreiben! Bei den haarsträubenden Forumierungen ist mir permanent schlecht geworden so dass ich mehrmals dieses Buch unbeendet weglegen wollte (ständig wird sowas geschrieben wie "dann muss sie halt...", die Formulierung mit dem Wort HALT hat mich schon extrem gestört!), habe dann aber trotz Brechreiz tapfer durchgehalten (wohl gemerkt, der Brechreiz gilt nicht der Grausamkeit oder dem Thema, sondern nur der bescheuerten Schreibweise!!!).
Der "Autor" hätte besser danran getan, sich mit einem echten Autor zusammenzusetzen, Leppner hätte die Ideen geliefert und der richtige Autor hätte ansprechende Formulierungen gefunden um alles zusammen in ein brauchbares gut zu lesendes Buch zu verwandeln.
Aber so ist einfach nur davon abzuraten dieses missratene Stück zu lesen, denn dazu kommt auch noch, dass alles nur extrem sachlich geschrieben ist, viele rein sachliche Beschreibungen davon wie etwas aussieht, oder so und so wurdes gamacht. Aber es fehlen vollkommen die Gedanken und Gefühle der Personen, man erfährt nichts über die Hintergründe der Agierenden... Was denkt/fühlt das Ponygirl bei der Bestrafung, was denken/fühlen die Meister/Herrinen????? Absolut nichts!? In dieser Richtung lässt das Buch ein riesiges klaffendes Loch zurück, so als ob alle Personen nur gefühllose Roboter wären, alles geschieht ohne Sinn, ohne einleuchtenden Hintergund.
Na ja, sind ja auch nur 170 Seiten, die sich dann lesen lassen wie die Bedienungsanleitung eines Computers, echt spannend...
[„definitief“ merkt dieser „1. Klässler“ nicht, daß „halt“ süddeutsch für „eben“ ist; doof „gamacht“ halt ;-) ]


Henri Arradon, Die Briefe der Lady S.

[Da bemängelte ein Rezensent „Schlimmste Foltermethoden“, worauf eine „NOBLESSE“ – oblige, ja ja ;-) – kommentierte:]

Es geht um ERziehung ein Sklave und nicht um ein Studiogat deswegen darf die Herrin alles machen was sie will.

[Wahrscheinlich eine Schwester im Geiste jenes Rezensenten, der fand, Bendrick, Entführt, zeige doch nur eine ganz normale Sklavenabrichtung …]


Jan van Leyden, Die Tränen der Sklavin Sorenga

wtf
omfg, was fuer ein crap.. zum glueck hab ich das buch geschenkt bekommen und nicht noch geld reingesteckt. es war mein erstes buch, das (angeblich) von einem typen geschrieben wurde und ich bin wirklich gespannt gewesen wie es sich liest. ich haette nicht mit so einer platten story, so einem dumben schreibstil und so vielen "ich liebe dich"s gerechnet. die charaktere hatten keine substanz und die geschichten waren eher laecherlich. nicht wirklich romantik, melodramatik wie der autor behauptet und was sex und pornographie angeht, so hat er auch hier zuviel versprochen, der kick fehlte definitiv, kein funke, nix. geschenkt.


Caroline Klima, CaroLines: Ansichten einer gestrengen Herrin


Als Bildband eine Katastrophe (TB)
Wahrscheinlich bin ich von falschen Voraussetzungen ausgegangen. Ich suchte ein Bildband um neue Ideen für eigene Foto-Projekte zu bekommen, das Coverbild ist ja auch ansprechend und im Buch finden sich 4-5 weitere gute Fotos. Der Rest ist billige Feld Wald und Wiesenknipserei die man ohne großen Aufwand in kurzer Zeit selber erstellen kann. Nichts was die Welt sehen müsste.
Die Texte bewerte ich nicht da sie mich nicht interessieren!!!

[Darauf ein Kommentar: „"Die Texte interessieren mich nicht" - warum kaufen Sie dann ein Buch, das "ANSICHTEN einer strengen Herrin" betitelt ist? Da muß Ihnen doch klar sein, daß die "Ansichten" (=Texte) das Wichtigste sind?“ Antwort des Rezensenten: „Wenn man die deutsche Sprache spricht, aber nicht richtig versteht kommt es zu Ihrer Antwort. Leider. Naja, haben halt nicht alle in der Schule gut abgeschnitten... Zu Ihrer Aufklärung, für Ansicht gibt es eine Menge Synonyme (Entschuldigung für das Fremdwort), als erstes ist immer das optische Bild gemeint, später die Meinung...“ – Darauf eine Dritte: „Na klar, deswegen heißt's auch "CaroLines", d. h. "Lines", "Zeilen" der Caroline (so hieß ihre Kolumne bei Lustschmerz) ;-) Ich kannte die Kolumne und wäre nie darauf gekommen, daß "Ansichten" hier was anderes bedeuten soll als "Meinungen". Eine Herrin ist schließlich keine Ansichtskarte ;-)“]

Neosteel, DAS DA wird dir Manieren beibringen

alles alte Storrys aus dem Internet, teilweise konnte man diese bei "Neosteel" frei runterladen (bis das Buch erschien) hat aber meines erachtens alles nichts mit der Realität zu tun, wer wirklich was über Keuschhaltung erfahren will sollte in entsprechenden Online-Foren nachschauen, mein Urteil: noch nicht mal das Rückporto wert

++++++

Immerhin mußte ich keine Rezensionen à la:

»Ein saublödes Buch! vier fünf sechs sieben acht neun zehn«

... ertragen wie manche Autoren fast ebenso kurzer Ebooks, und die »Rezensenten« ärgerten sich darüber, daß sie mindestens zehn Worte schreiben mußten, drohten damit, unter solch schikanösen Bedingungen künftig keine »Rezensionen« mehr schreiben zu wollen ...

Schade eigentlich. Da bliebe uns viel erspart. 

Ciao! :-)

19.9.18

Mit Röckchen und Teppichklopfer in die Wikipedia - oder mit Autorenruhm ...

Hallöchen!:-) Und wieder hat es einer unserer treuesten Mitarbeiter in die Wikipedia bzw. Wikimedia geschafft:

Mit Teppichklopfer und Röckchen ;-)

Läutete am 10.10.1997 das Marterpfahl-Zeitalter ein: »Miss Röckchen« ;-)








































Welche Marterpfahl-Autoren und -Grafiker stehen eigentlich in der Wikipedia? Arne Hoffmann alias Cagliostro natürlich - schon die archivierten, z. T. erbitterten Diskussionen um seine politische Einordnung erreichen Enzyklopädiestärke -, dann Simone Maresch alias Apollonia, Isabella Bach, Elizabeth McNeill recte Ingeborg Day geb. Seiler, Anne Rice alias A. N. Roquelaure, Christoph Brandhurst recte Marcel Feige, der Zeichner Ronnie Putzker und das Covergirl Dita von Teese. Hab ich wen vergessen? Nein, im Moment hat sich's damit, denke ich ... Aber ist ja schon mal nicht schlecht. Und mancher, der unter diversen Pseudonymen ein Dutzend Werke bei mir und anderswo veröffentlicht hat, legt gar keinen Wert auf einen Wikipedia-Eintrag ...

7.9.: Auf einmal 195 Blogbesucher aus Kanada, morgens schon - na ja, in Vancouver war ja auch gerade erst Mitternacht ;-) (... und nur 7 sonstige)

Na, erst mal einen trinken auf den netten kleinen Erfolg - Prosecco statt Pilschen, Prösterchen und Tschüssikowski :-)

29.8.18

Bischofskleid & Bierlokal, Zürichseeschwimmen, Verlagspleiten, Tanz & Trallala


Die Herbst-Neuerscheinungen sind in Arbeit, das Liegengebliebene auch, Ernte-Einsatz sozusagen - Zeit, vorerst noch mal entspannt den Spätsommer zu genießen mit Videos, Tanz & Trallala:  

Der Kampf um die Park-/Papstgaststätte (2009, Video) 

Wenn's der guten Sache dient (der Rettung des Stammlokals des Stammtischs Unser Huhn), dann schlüpft der Marterpfahl-Verleger schon mal in ein Bischofsgewand, klebt sich eine ausgedruckte Vatikanflagge ans Auto und exkommuniziert vom Papstgaststättendach aus die Unfolgsamen und Widerborstigen, segnet (mit einer Klobürste) die Folgsamen und Gläubigen: 

Selig sind die Säufer, nicht der Abreiß-Teufel! 

Stellvertreter des Stellvertreters: Die Papstgaststätte unter göttlichem Schutz - mitsamt Hölderlin-Unterhose; Bild: TAGBLATT

»Und er predigte gewaltig« - las den Abrißwütigen die Leviten ;-) Bild: TAGBLATT


Vom Marterpfahl-Autor zum IKEA-Coverboy

Der im März 2018 verstorbene Marterpfahl-Autor Hans-Peter Lepper, wie er leibte und (jetzt leider nimmer) lebte:


































Eines Tages war er mit seinem heißgeliebten alten Hund Struppi zu IKEA gegangen, um einige Kleinigkeiten einzukaufen, wurde von einem Fotografen angesprochen - und landete als Coverboy auf dem Schweizer IKEA-Katalog 2009. Sein Hündchen hatte seit einem Unfall mit der Straßenbahn nur noch drei Beine; zum Pinkeln ging es in den Handstand ... Es starb zwei, drei Jahre vor seinem Herrchen ... +RIP

Zürcher See lauwarm wie Badewanne, Teilnehmerrekord. Gestern (19.8.) wieder mal um 4 aufgestanden und 10 min später in pechfinsterer Nacht (Straßenlampen noch ausgeschaltet) losgefahren gen Zürich. Umleitungen und andere mißliche Umstände (einmal sogar mit 10 km/h zu viel bei Winterthur geblitzt), in Zürich schon trottelig über die Fahrbahn wankende Leute und Polizisten, die den Verkehr regeln, und zwar meist dorthin, wo ich nicht hinwollte, weg vom Seeufer nämlich, endlich hatte ich das Wasser vor mir, schnell die Seeuferstraße südwärts, herrlich kurz nach Sonnenaufgang, der See ruft, er lockt zum
Bade ... 

Um 7.50 Uhr erst statt um 7.30 Uhr erreichte ich den Parkplatz vor der Wädenswiler »Badi« und erwischte gerade noch das letzte freie Plätzlein; spätere Ankömmlinge irrten rast- und ruhelos umher. (Zürich und Umgebung sind für Autotouristen eine Katastrophe - die gezielte Verknappung von Parkraum ist seit Jahren politisch gewollt, schlimm wie in Tübingen.)
Eine Rekordschlange stand sich die Beine in den Bauch (meist barfuß und auf spitzen Steinchen, ich wenigstens in dicken Socken), um mit der Personenfähre ans Ostufer, nach Männedorf, gebracht zu werden. Beim ersten Schwung war ich nicht dabei, und wie üblich dauerte es ewig, bis die Fähre wieder kam. Als wir vom zweiten Schwung mit dem Schiff etwa auf halber Strecke waren, drosselte der Käpt'n plötzlich stark das Tempo - wir mußten vorsichtig eine Lücke im Schwimmerstrom passieren, denn die ersten waren schon unterwegs.
Kaum am Ostufer, ging's auch schon los. Der Leiter am Megaphon sagte etwas von einer Rekordbeteiligung, was ich nicht genau verstand, und auch von einer Rekordwärme des Sees: 26 Grad. »Superschwumm!« schwärmte einer, der neben mir an der Schiffsanlegestelle ins Wasser geplumpst war, und zog davon.
Schaffte ich die Traversierung 2009 in 65 min, mein persönlicher Rekord, ließ ich mir 2017 ganz lang Zeit, weit über zwei Stunden, ließ mich öfter rücklings von der leichten Dünung schaukeln und genoß das Alpenpanorama im Süden.
Doch das war heuer in der diesigen Luft kaum zu sehen, und so war ich wieder etwas schneller unterwegs. Linker Hand sah ich, wie ein weiteres Schiff eine letzte Gruppe von Teilnehmern ans Ostufer brachte. Die schnellsten der dritten Gruppe überholten mich, mit 3 bis 4 km/h kraulend, später, da war ich schon auf dem letzten Drittel der Strecke, und nach gut zwei Stunden erreichte ich das Westufer, erhob mich so taumelig und von einem Wadenkrampf geschüttelt, daß die Helferinnen am Ziel sich besorgt nach meinem Befinden erkundigten, und wieder einmal war »der Schwumm« Geschichte ... 
Ein richtiges Lunchpaket gab's diesmal statt nur einen Apfel und einen Gutschein für den Kiosk, und so war das Loch im Magen (nur einen Redbull während der Autofahrt hatte es gegeben) wieder gefüllt. Besuche bei Bekannten und Verwandten, Grillen am Abend, Heimfahrt Montag früh.
Ein Video über die diesjährige Seetraversierung scheint's noch nicht zu geben, also muß dieser alte filmische Eindruck genügen.

Pleite-Verleger und die Geschichten, die sie so machen

»Kann ich in die mal reinschauen?« Es war eher ungewöhnlich, daß in der Tübinger Cocktailbar El Chico das TAGBLATT auslag. Nanu? Der Tübinger Verleger Hubert Klöpfer sucht einen Nachfolger?

War das nicht der, der ...? Genau. 2009 empörte sich die Verlegersgattin so darüber, daß mein unkeuscher Marterpfahl-Verlag auf der Frankfurter Buchmesse neben ihrem erlauchten Literaturstand stehen sollte, daß sie alle Hebel in Bewegung setzte (und wohl auch bezahlte), damit wir aus Halle 3.1. in Halle 4.1. umziehen mußten. Na, immerhin bekamen wir die Standmiete erlassen - indirekt von Klöpfers wohl. Kein Wunder, daß die auch mal mal pleite waren, allerdings war das auch schon  früher. Obwohl - das droht wohl vielen Verlagen. Von 2013 bis 2018 seien die Buchkäufe in Deutschland um über 17 % respektive um mehr als 6 Mio. Exemplare zurückgegangen, ein böses Omen ... Gesucht werde nun ein nicht unvermögender Literaturliebhaber, ein Mäzen fast mehr als ein Verleger - aber ich fühle mich nicht berufen :-)

Auch der Kulturmaschinen-Verlag, in der Nachbarschaft des Charon-Marterpfahl-Stands auf der Leipziger Buchmesse 2011, war zwischendurch mal pleite, hat aber die Spuren davon, ebenso wie andere peinliche Mißgeschicke, recht weitgehend und gekonnt aus dem Internet getilgt - da muß man schon ein bißchen suchen und Bescheid wissen, um noch was zu finden. Das Internet ist ja sooo vergeßlich ... Wenn man nicht alles selber aufhebt ... Inzwischen wurde die Verlegersgefährtin Bundestagsabgeordnete der LINKEN - na, da sind Familie und Verlag ja erst mal saniert. Hier ein launiger Bericht: Bundestagsabgeordnete als Voodoo-Praktizierende - allen Ernstes!  - Interessant der Kommentar von »keiner« darunter, der glaubt, man könne ihren Geliebten Sukov wegen seiner »Kunst-und-Sünde«-SM-Parties in die Bredouille bringen ...

Saniert hat sich jedenfalls Martin Sonneborn von DIE PARTEI durch sein Mandat im EU-Parlament, das ihm von 2014 bis 2019 alles in allem 2,1 Millionen Euro einbringe, hat jemand mal ausgerechnet. Ursprünglich wollte er jeden Monat einen anderen ranlassen und dem den einmonatigen Genuß der Brüsseler Reden und Kneipen ermöglichen; das ging dann aber wohl doch nicht ...

Noch nicht saniert ist Ethan Sonneborn, 14 und Kandidat für den Gouverneursposten im US-Bundesstaat Vermont, wo es im Gesetz keine Altersgrenze für so was nach unten gibt, siehe hier. Die Obergrenze für die in den USA erlaubte körperliche Züchtigung von Kindern aber dürfte wohl die Volljährigkeit sein. Nette Vorstellung: Das Herrchen Gouverneur bekommt einen Arschvoll, weil er eine dumme Politik gemacht hat. Ob er deshalb so verdrossen guckt? 

Frauen auf Bräutigamschau. Mächtig ins Zeug legen müssen sich nigrische Männer vom Volke der Wodaabe - hier herrscht nicht Brautschau, sondern die Frauen bestimmen, welchen Mann sie sich erwähnen, und mustern die Show der sich präsentierenden Männer, Video hier, Bericht hier

Deutsche-Welle-TV bringt eine Serie über europäische Tänze

Hier probiert sich die Reporterin am Irischen SteptanzFlamenco, und hier an der Polka, die leider in Deutschland nimmer zum Standardrepertoire gehört, am finnischen Schiebetango ... 

Immerhin scheint Polka noch zu den leichtesten Tänzen zu gehören. Die Bierfaßpolka, auch als »Rosamunde« bekannt, hier gespielt von einer chinesischen Musikerin namens Annie Gong ;-). - Die Luxemburg-Polka geht soganz ähnlich der schwedischen Rhapsodie, das verwirrt manche - genauso wie der gleichnamige geheimnisvolle Zahlensender ...

Der irische Step gehört wie seine Brüder anderswo zu den schwereren Tänzen; wenn man sich aber mit dem Grundschritt begnügt, kann man auch als Laie bei einem Weltrekord mitmachen wie hier in Dublin 2013. Die Unterschiede zwischen amerikanischem und irischem Step schön auf den Punkt bringt dieses Video. Viel Vergnügen! :-)

Eine Bekannte erzählte mir, ihr Söhnchen habe auf »Singing in the rain« im Fernsehen begeistert reagiert: »Das möchte ich auch können!« Als die Bekannte sah, daß ich Stepschuhe besitze, bewahrte mich nur das trockene Sommerwetter davor, diesen Regentanz zelebrieren zu müssen. Wo gibt's hier und heute schon einen anständigen Regen? ;-) Außerdem ist »On the sunny side of the street« doch viel schöner als dieser Regentanz, besonders schön und locker-flott hier von zwei Japanerinnen zelebriert. Es gibt unzählige Videos zu dieser Melodie, und hier eine auch für Normalstepper geeignete Fassung - und dieser Fitneß-Hintergrund! ;-)

Ziiiiiirp - der Klimawandel? (16.8.)
Gerade eben vom SM-Stammtisch heimgewankt. Da - was war das? Das hatte ich bislang nur in Wien an einem lauen Sommerabend bemerkt, daß an manchen Straßenecken die Grillen mit dem von Deutschland vertrauten Sound saßen (zirp-zirp-zirp-zirp ...), an anderen solche mit Dauerton (ziiiiiiiiiiiiiiiirp ...), die ich von Deutschland nicht kannte. Und jetzt das: Nicht ganz derselbe Dauerton, aber ein Dauerton, wie er bislang hier in Nehren mir noch nie ertönte. Muß wohl der Klimawandel sein. (In Wien überschneiden sich vermutlich die Heimatgebiete ost- und westeuropäischer Grillen, und in Italien klingt's wieder anders - und in der Karibik erst! Als in Deutschland die Temperaturen bis minus 35 Grad runtergingen, am 1. März 2005, da erlebte ich in der Karibik, auf den niederländischen Antillen, ein auf- und abschwellendes Grillenkonzert mir bis dato unbekannter Art, und ohne Klimaanlage und Ohrenschützer ;-) kam man kaum zum Schlafen ... Nur auf der gebirgigen Insel Saba hörte man nachts kurze Pfiffe - von Baumfröschen) 

Straßen ohne Versicherung. Wer in Frankreich in bestimmten unsicheren Straßen oder Stadtvierteln parkt, als Tourist wie als Einheimischer, und sein Auto wird z. B. abgefackelt, dem zahlt keine Versicherung den Schaden. Keinesfalls nur die üblichen Verdächtigen, also die berüchtigten Banlieues von Paris, Lyon, Marseille gehören dazu, sondern auch Straßen in Straßburg, Colmar und Mülhausen. Hier die offizielle Liste der »sensiblen urbanen Zonen«.

Zeitungszensur für Europäer. De facto jedenfalls. Hunderte von Websites US-amerikanischer Zeitungen, vom kleinen Provinzblättchen bis zur Los Angeles Times, können von Europa aus nicht mehr aufgerufen werden, weil diese Blätter den Aufwand scheuen (oder die Hürde unübersteigbar finden), der neuen EU-Megadatenschutzverordnung zu genügen. Hier die Liste der Websites, vor denen wir jetzt »geschützt« sind, von denen wir abgeschnitten sind. Da muß man dann wohl schon Umwege gehen, um unzensiert Nachrichten zu lesen ...

Die EU als autoritäre Gouvernante oder Supernanny - nix Neues leider. Ungezogene Zöglinge können jedenfalls ihren Schnuller ausspucken, und es gibt sogar einen Weltrekord im Schnullerweitspucken  - wie ein ungezogenes Kleinkind (Rollenspiel;-):


Teilnehmerin am Schnullerweitspuck-Wettbewerb :-)


 




































Bis demnächst wieder, liebe geduldige Leser!

Nachtrag: Super(trockener)sommer geht (wohl) zu Ende. Heute (22.8.) beim Frühstück in einem Lokal Erschrecken bei einem Bild im TAGBLATT:


Bild: Manfred Grohe
Was im Tal und in den Gärten kaum auffällt, da wirkt - bis auf den Rasen - alles noch ziemlich grün, sieht man hier, an der Spitze des 869 m hohen Roßberg deutlich: Nicht wg. Herbst, sondern aus trockener Verzweiflung lassen manche Bäume die Blätter braun werden und abfallen, um Wasser zu sparen. Die Herbstzeitlosen sind auch schon da, mancherorts schon seit Wochen. Aber das Ende der Hitzewelle ist wohl in Sicht und vielleicht auch der Trockenheit. Meldete Tübingen noch heute mittag 34 Grad, zieht es sich jetzt zu, der Wind brist auf, und diesmal soll's mehr als nur ein Gewitterschauer werden. Zwei regnerische Tage soll's geben, und die Temperaturen sollen auf 18 Grad abstürzen, danach zwar wieder ansteigen, aber nicht mehr auf 30 Grad. Das war's dann hoffentlich mit der gnadenlosen Trockenhitze ... Mal wieder durchatmen ... 

Noch'n Nachtrag (29.8.): Die Hitze läßt nach, die Trockenheit leider kaum ... Mal sehen, wie lange das noch so bleibt ...  

Das Allerletzte ;-) :

Noch'n Wort zum (ersten September-)Sonntag: Herrliche Ferienstimmung (mit netter Musik) transportiert der Film »Die Ferien des Monsieur Hulot«hier einer der vielen sehenswerten Schnipsel auf Youtube, und hier kann man sogar gratis den ganzen Film anschauen - wer weiß, wie lange noch ;-) (Jetzt schon nimmer - Nachtrag 29.9.)

Und noch was: Heute (1.9.) schießt mal wieder die Besucherzahl nadelartig nach oben - diesmal stammen die meisten aus Japan, ein Novum; und etliche kommen aus »Region unbekannt« ...                      

5.8.18

Tübingen-Triathlon mit dem Klapprad - TAGBLATT: »Mit dem Klapprad bei 42 Grad«

Ein eigenes Fahrrad hatte ich schon lang nimmer. Also lieh ich von Freund Ulrich Stolte dieses hier: (Link siehe hier, ganz nach unten scrollen)






2016 hatte es seinen Besitzer übers Zentralmassiv getragen, bis seine Füße (angeschlagen) wieder fit genug zum Laufen nach Santiago de Compostela waren (derweil das zusammengeklappte Rad per Post schon zu Hause angelangt war). Ein Arzt hatte ihm geraten, kürzer zu treten - und das tat er :-)

Im Januar hatte ich mich für die Schnupperdistanz (200 m Schwimmen im Neckar, 10 km Radeln, 2,5 km Joggen) des Tübinger Triathlons angemeldet, für den Stammtisch Unser Huhn, und mir dabei vorgestellt, bis zum 5.8. schlanker und fitter zu sein - was aber leider mal wieder nicht eintraf ... 

Und so packte ich kurz nach 8 morgens nahe dem Tübinger Hauptbahnhof das Rad aus meinem Kombi, holte die Startunterlagen ab, verlor einige Dutzend Euronen aus einer kaputten Hosentasche, trank schon mal zwei Radler und begab mich dann gegen halb elf mit Rad zum Start auf die Neckarinsel. Für viele »Schnupperer« war's der allererste Triathlon.

200 m Schwimmen im lauwarmen Neckar - und ein paar Schlucke von dem zweifelhaften Wasser, denn ich war nach zwei Stunden schon wieder durstig, und nirgendwo gab es Trinkstellen, nicht beim Radeln, nicht beim Joggen, jedenfalls nicht für die »Schnupperer«; die sollten offensichtlich schnuppern und nicht saufen ... 

Nach 7 min raus aus dem Wasser, umkleiden - ich zog mir einfach Leggins über den Badeanzug -, Radl schieben bis zur Uhlandstraße, aufsitzen, über die Neckarbrücke Richtung Mühlstraße. Zunächst rauschte das Gerede des Moderators am Mikrophon einfach an mir vorüber; als aber mein Name fiel, horchte ich auf. »Das kleinste Rad, der größte Mut« oder so ähnlich hieß es, und: »Einen Extra-Applaus für den Rüdiger!«

Mühlstraße hoch, Schimpfeck, Wilhelmstraße runter, dann auf schattenloser, glutheißer, aber wenigstens ziemlich flacher Straße bis kurz vor Bebenhausen. Am Wendepunkt mußte ich die Rotkreuzler um Wasser bitten, und nach 5 km auf dem schmalen Sattel tat mir der Hintern weh. (Hätten die Rotkreuzler kein Wasser gehabt, hätt' ich mir an einer Tanke 'ne eiskalte Coladose besorgt.)

Zurück nach Tübingen, leicht bergab und mit etwas Rückenwind rollte es fast wie von selbst. Rein in die Wilhelmstraße; nun ging es wieder leicht bergauf. Die Stiftskirche kam in der Ferne in Sicht, wurde größer. Schimpfeck. Die Mühlstraße hinab. »Und da ist der Rüdiger wieder, schaut mal, wie rasant er in die Kurve geht!« - zur Uhlandstraße nämlich. Absteigen und joggen - oder gehen, in meinem Falle. Durch den Fußgängertunnel, übers Haagtor, wo die Leute - wie andernorts an der Strecke - bereits in Straßencafés saßen. Hier soll auch eine Trinkstelle gewesen sein, aber sie war wohl schon abgebaut. Mein Begleiter, der Schlußradler: »Service und Streckensicherung sind jetzt schon eingeschränkt.« (In den 50er Jahren soll es noch passiert sein, daß ein Tour-de-France-Fahrer abstieg und in einem Straßencafé eine Flasche Schampus orderte - »das geht auf die Tour!« - und danach weiterradelte - aber bestimmt waren es nicht die Schlußlichter, die so was taten.)

Ich war mal wieder mit Abstand Letzter, mit gut 102 Minuten Gesamtzeit, aber zum Glück war das Ende absehbar. Ich hielt mich möglichst im Schatten; wo das nicht möglich war, war es glutheiß. Ganz unmöglich, wie geplant die pelzige Huhn-Mütze aufzusetzen.

Ammergasse, Marktplatz, Collegiums- und Hafengasse. Die Mühlstraße bergab, ins Ziel. Ich raffte mich zum Joggen auf. Moderator: »Jetzt ist das Schönste passiert - der Rüdiger ist wieder da.« Und dann wurde ich - der ich schon auf dem Weg ins Ludwigs war, erstmal trinken, bevor ich das Rad hole - vom Moderator zurückgeholt, der mir auf halbem Weg entgegenkam, und mir wurden ein paar Fragen gestellt. Interview mit dem Ersten und mit dem Letzten. Und zwei Gratisbierchen - wenn auch leider nur alkfreie - gab's auch, auf Kosten des Veranstalters.

Das Fahrrad war der Star des Tages, keine Frage. So eins hatte keiner. Überall Grinsen, aber wohlwollendes Grinsen, Interesse, Freundlichkeit.

Nach drei Eistee am Dönerlokal beim Picasso Heimfahrt im mittlerweile leider schattenlos parkenden und daher glutheißen Auto, zu Hause kalt duschen, erst am Abend was essen (vorher konnte ich nicht, jedenfalls nach dem Rennen, zwei belegte Brötchen morgens um 7 an einer Tankstelle waren das letzte gewesen).

22 Uhr 22. Der Bericht eines interessanten Tags ist fertig. Gute Nacht! :-)

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Anderntags Frühstück im Mössinger »Krokodil«. TAGBLATT titelt: »Mit dem Klapprad bei 42 Grad« - na, das war doch mal ein Grund, mir ausnahmsweise mal wieder »die Scheißzeitung« (Originalton meine Oma, der einzige Zusammenhang, in dem sie dieses Wort in den Mund nahm) zu kaufen.

Wie die auf 42 Grad kamen, weiß ich nicht, 32 Grad sind schlimm genug - und sonst hieß es: »Dass der hiesige Triathlon ein Breitensport-Erlebnis sein soll, wurde deutlich [haha]. Rüdiger Happ vom Stammtisch Unser Huhn fuhr gemütlich mit dem kleinen Klapprad umher, benötigte über eine Stunde für die zehn Kilometer und war für Moderator Hartwig Thöne ›der moralische Sieger des Tages‹.« Da hätte ich ja direkt noch die Huhn-Mütze aufsetzen sollen, um mich dann beim Interview danach fragen zu lassen - aber dann wär ich vor Hitze umgekippt.

Die Resultate muß man sich über eine Website »my race result« zusammenklauben:

200 m Schwimmen - das sind 4 Bahnen, das sollte in 4 Minuten zu schaffen sein. Der Schnellste brauchte 2:49, 42 sec pro Bahn, und er schaffte es die Treppe hoch, umkleiden und Rad 200 m bis zum Uhlanddenkmal schieben in 1:02 min, ein Wunder - ich brauchte zum Schwimmen im Geschubse, Gedrängel und Geknuffe des hinteren Mittelfelds knapp 7 min und zum Umkleiden und Fahrradschieben gut 6 1/2 min, und dabei hatte ich doch schon aufs Überziehen des T-Shirts verzichtet, nur Leggins übern Badeanzug und los - mit der Folge, daß ich jetzt auf den nicht sonnencremegeschützten Schultern einen leichten Sonnenbrand habe ... (Insgesamt haben sich die Schwimmzeiten gegenüber 2017 sehr verbessert, damals scheint die Schwimmstrecke länger gewesen zu sein.)

Zum Radeln brauchte ich tatsächlich 63 min - aber ohne die 3 min Stop zum Saufen bei den Rotkreuzlern wär ich umgefallen ... 

Zweiter Wechsel knapp 2 1/2 min, da mußte man sich auch nicht umkleiden, und 23:22 für die 2,5 km Stadtspaziergang, über 6 km/h, das geht ja direkt noch, so schlapp, wie ich mich fühlte ... 

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In der gleichen TAGBLATT-Ausgabe schreibt Redakteur Lorenzo Zimmer über Hitze-Alpträume: »In solchen Momenten frage ich mich, wieso ich keinen Höcker auf dem Rücken trage. So ein Wasserspeicher würde mir guttun. Doch ehe mir noch welche wachsen, verwerfe ich den Gedanken. Wer will schon als Tauschobjekt für ein Grundstück, eine Ziegenherde oder eine hübsche Touristin verschachert werden?« Sieh an - auch für die Linken ist der Orient phantasieanregend ...          

Verlagspläne für den Herbst ...


Tirili, tirila - der Herbst ist auch bald wieder da! :-) 

Hab' mich entschlossen, diese ausführliche Vorschau und Erläuterung, die hier in diesem Posting drin war, doch wieder in der Versenkung verschwinden zu lassen - um so größer wird dann die Vorfreude auf die Neuerscheinungen, nicht wahr? ;-)