27.9.18

Jubiläumszahlen - Kein »unlimited« mehr - Druckereien schlagen zu - Intelligente Kritiken ;-)


245.000 Besucher hat dieser Blog jetzt seit Beginn der Statistikfunktion im Sommer 2010 gehabt, und bis zum Jahresende werden es wohl rund eine Viertelmillion sein. Die höchste monatliche Besucherzahl (22.000) hatte ich, als ich vor Jahren über Sarah Palins Möpse berichtete:

Kesse Sohle I (Fake): Tanzsportpaar Obama - Palin, laut »uncyclopedia«







































Kesse Sohle II (echt): Zwei Diktatoren beim Tänzchen - Ceausescu und Kim Il Sung, Bukarest 1971; Bild: FAZ
Das erfolgreichste Einzelposting war mit über 2000 Aufrufen »Fast 10 Euro für ein Kneipenbierchen« (in Genf oder Oslo) vom 1.7.'15 über die Korrelation, wenn nicht Kausalität zwischen Bierpreisen und Lebenshaltungskosten allgemein (Bier IST ein Lebensmittel). Da sieht man mal, was die Leute wirklich interessiert. Mit weitem Abstand (nur etwa ein Drittel vom Spitzenposting) folgen Postings über SM-Thriller und alles weitere.  

Anfang September 2018 wurde das 25000. Marterpfahl-Ebook verkauft; na, da gratuliere ich mir doch mal selbst :-)

Ende September, Anfang Oktober 2018, je nach Titel etwas unterschiedlich, lasse ich die »Kindle unlimited«-Programme auslaufen. Ende der Billigheimerei, sorry. 4,99 Euro sind weniger als zwei (deutsche;-) Kneipenbierchen, wem das zu viel ist für einen guten Roman, der soll zum Teufel geh'n ;-)

Amazon mal wieder

Ende der Billigheimerei: Das hat sich wohl auch Amazon gedacht und beabsichtigt die Dienste Create Space (mit denen ich die SCHWARZE SERIE zu drucken beabsichtigte) und Kdp (Kindle direct publishing), mit dem man auch bisher schon das Ebook durch ein Taschenbuch ergänzen konnte, einfach zu verschmelzen, um alles einfacher zu machen - leider auch um alles einfach zu verteuern, und zwar saftig um bis über 50 %, und einen Monat später gezahlt wird auch. Es wär so schön gewesen: Eine Seite kostet bei Amazon Create Space 1,2 Cent Druckkosten pauschal, bis hin zur Seitengröße »letter« (etwas breiter und niedriger als A4) - also einfach alles im Großformat layouten und drucken, 60 Seiten (entsprechend 150 Taschenbuchseiten) kosten 0,72 Euro, selbst eine polnische Druckerei nimmt mehr als das Doppelte - aber so einfach ist es dann doch nicht, wie ich mir das schönrechnete. Es kam auch bisher schon eine Grundgebühr von 60 Cent pro Buch dazu - aber gut, 1,32 Euro pro Buch ist immer noch günstig - aber demnächst bei Kindle direct publishing nimmer, da kosten dann Bücher bis 108 Seiten pauschal 1,90 € Druckkosten. Wieder einmal ein Traum zerplatzt! Ich hätte für die Amazon-Kunden großformatig drucken lassen, mit dezenterem Titelbild, und für den Rest polnisch billig im Taschenbuchformat - denn die Amazon-Druckerei war nur günstig für Amazon-Buchbesteller (Endkunden) - sich als Autor oder Verleger Buchexemplare für den Eigenbedarf oder -vertrieb zu bestellen war extrem teuer, unrentabel teuer.
Aber vielleicht hat das alles auch sein Gutes. Anstatt zweigleisig zu fahren und ein Großformat-Buch bei Amazon zu drucken und ein Taschenbuch polnisch günstig für alle anderen Kunden, wird's einfach nur noch ein Großformat-Buch, DIN-A 4 geben, das mag etwas teurer sein als ein Taschenbuch mit dem gleich langen Text, aber man spart sich diese Doppelgleisigkeit und ein Coverlayout ...
Ts - kein Tag ohne Überraschungen - oft unangenehme ;-) ... 


Die dümmsten Amazon-Rezensionen ...

... die ich für meine Titel ertragen mußte. Wohlgemerkt: Hier sind keine Verrisse aufgeführt, wenn sie wohlbegründet und -formuliert sind. Gemeint sind hingerotzte Zehn-Wort-Rezensionen mit fümpf Rächtschraipfeelern (die ich alle unkorrigiert beließ), deren Verfasser nur einfach ihren Mißmut auskotzen wollten.

Let's go:


+++++

Boris Cellar, Sklavenjagd

Was sollte das sein? (TB)
Dieses Buch hat überhaupt nichts mit dem Titel, etc zu tun.
Es ist unwahrscheinlich langatmig und langweilig geschrieben. Eines der schlechtesten Bücher

Nicht kurzweilig (Kindle)
Ich habe dieses Buch zwar bis zum Schluss gelesen es war aber zeitweise so das ich einfach ein paar Seiten hingeblättert habe da es mir Stellenweise zu langweilig und mit vielen Wiederholungen war


Arne Hoffmann, Onanieren für Profis

Onanieren für……… (TB)
Langweilig geschrieben, zu wenig Bilder, die Techniken werden nur spärlich beschrieben
für Profis das ich nicht lache
jeder 8 Klässler weiß mehr.
[Jeder Achtklässler weiß mehr über Rechtschreibung, kommentierte jemand darunter]


Uli Bendrick, Entführt, Teil I

Frust von Seite 1-183! (TB)
[Letzter Satz:] Marterpfahlverlag - stimmt: Denn dieses Buch stellt den Leser an einen solchen Martherpfahl und folter ihn mit lieblos gestalteten Charakteren, schlechten Recherchen, schlechter Sprache, dauernd wechselnder, sich selbst unterbrechender Sichtweisen ...


dieses buch find ich nicht gut (TB)
Diese Art der Schildung und zwischen Männern sagt mir nicht zu.Unter dem Titel hatte ich mir eine andere und bessere Geschichte vorgestellt.

Tomás de Torres, Sklavenjagd

Thriller ja, „SM“ fast nicht (TB)
[Erster Satz:] Wenn ich mir ein als "SM"thriller bezeichnetes Buch kaufe erwarte ich, dass die entsprechenden Schilderungen mehr als 5% des Inhalts füllen.
[SM ist für viele nur ein einvernehmliches Geklopfe – stinklangweilig find ich das; und Torres auch. Der Verleger]

Tomás de Torres, Der Narrenturm

Ging schon besser (TB)
Als ich mir dieses Buch gekauft habe ,dachte ich das es ein anregender Sm-Roman ist.
Die Wahrheit ist wohl das es lahm ist.Es ist kein richtiger Thriller und kein Erotikroman.Meine Empfehlung ist Finger weg.


Glynis Dunnitt, Ins Röckchen gezwungen

schlampig (TB)
Das Buch ist schlampig gemacht, die Übersetzung der ersten Geschichte ins Deutsche "eine Frechheit". [Woher weiß er das, wenn er das Original – wahrscheinlich – nicht kennt?]

Ansonsten haben mich die Geschichten nicht angemacht, aber vielleicht liegt das ja daran, dass ich eher Dominanz als Travestie mag.


Arne Hoffmann, Sex für Fortgeschrittene

Die Tipps und Ratschläge sind echt das Letzte und außerdem überhaupt nicht alltagstauglich. Angewiedert war ich beim Lesen auch des öfteren. Ich habe noch nie so einen Mist gelesen. Ein Stern ist eigentlich noch zu viel! Da gibt es bessere "Ratgeber".
[schreibt „Lady_Oscar_17“ und verdient sich damit keinen solchen … Als der Titel 2007 die Amazon-Charts stürmte, wimmelte es von solch geistreichen Verrissen, die von irgendwelchen Neidern und Konkurrenten stammten, bis hin zu Behauptungen wie »außer ein paar Witzen enthält es nichts«, aber die wurden dann wenigstens wieder gelöscht, man mußte sozusagen täglich aufwischen auf der Amazon-Website bzw. Amazon überreden, das doch bitte zu löschen … ]


Molly Morgen, Vom Macho zum Mädchen

Die Lieferung erfolgte in der angegebenen Zeit. Das Büchlein hält bei weitem nicht das, was der Titel verspricht. Ich als Crossdresser bin sehr enttäuscht. Sehr einfach geschrieben. Einfach nur enttäuschend. Kein weiteres Buch der Autorin.
[Die SCHLAGZEILEN über das Buch: „Neben der psychologischen Ebene, die wunderbar ausgeleuchtet wird, …“]


[Und hier wundert sich einer, daß ein Erotikbuch Erotik enthält:]
Erotikfans kommen auf ihre Kosten (TB)
Mir gefällt das Buch nicht so. Das liegt daran, das Cover und Inhaltsangabe nicht korekkt wiederspiegeln was im Buch drin steht.
Natürlich glaubt oder hofft man, das es ein wenig pervers ist, doch wie sehr es das ist überrascht doch. Oder erschreckt vielmehr.
Natürlich geht hier um Irrung und Wirrung, doch in erster Linie geht es um wilde Sexszenen, mit einer Frau und einer Drag Queen. Und am ende gibt es noch einen flotten dreier.


Christoph Brandhurst, Das geheime Zimmer

SM-Roman (TB)
Finde nicht, das man hier von einem SM-Roman reden darf. Hier gibt es zwar ein S und ein M, aber beide laufen komplett aneinander vorbei und somit gibt es kein SM. Hier trifft zumindest was von von der einen Darstellerin weis, der Wunsch nach SM-Spielen auf einen Dom, der jenseits von Gut und Böse agiert und nicht weis, was diese Spielart eigentlich bedeutet, welche
Pflicht und Fürsorge besonders ihm somit auferlegt ist. Schade, viel Geld für "nichts"
[Auch weitere Rezensenten betonten, daß SM für sie nur einvernehmlicher SM ist.]


Gerwalt, Weidenrute und Schwert

Braucht man nicht (TB)

Viele Widerholungen - macht einen weder an. noch hat es irgendeinen Tiefgang

Einfach öde - nicht zu empfehlen - lasst es


Justine Rhett, Eine Nacht lang wirst du käuflich sein

Enttäuschend

Ich bin richtig enttäusch von diesem Buch, es verspricht viel und hält dan gar nichts.

Eurydike, Die Nacht hat 24 Stunden; neun SM-Stories


Nur für SM-Liebhaber!

Ein Buch sehr extremer Spielarten, das man mögen muss.

Ich bin zwar modern und aufgeschlossen aber was hier beschrieben wird ist mir doch zu 

abwegig.

Daher wenig erregend!

[Überraschung – ein SM-Buch enthält SM-Stories!]


Hans-Peter Lepper, Das Internat in den Reben

stümperhafte Schreibweise (TB)
Einen einzigen Stern kann man für dieses Buch getrost vergeben, für die zwar grausame aber durchaus interessante Idee.
Allerdings ist die Schreibweise einfach nur stümperhaft, ein 1. Klässler hätte keine schlimmeren Formulierungen benutzt; der Autor hat definitief kein Talent zum Schreiben! Bei den haarsträubenden Forumierungen ist mir permanent schlecht geworden so dass ich mehrmals dieses Buch unbeendet weglegen wollte (ständig wird sowas geschrieben wie "dann muss sie halt...", die Formulierung mit dem Wort HALT hat mich schon extrem gestört!), habe dann aber trotz Brechreiz tapfer durchgehalten (wohl gemerkt, der Brechreiz gilt nicht der Grausamkeit oder dem Thema, sondern nur der bescheuerten Schreibweise!!!).
Der "Autor" hätte besser danran getan, sich mit einem echten Autor zusammenzusetzen, Leppner hätte die Ideen geliefert und der richtige Autor hätte ansprechende Formulierungen gefunden um alles zusammen in ein brauchbares gut zu lesendes Buch zu verwandeln.
Aber so ist einfach nur davon abzuraten dieses missratene Stück zu lesen, denn dazu kommt auch noch, dass alles nur extrem sachlich geschrieben ist, viele rein sachliche Beschreibungen davon wie etwas aussieht, oder so und so wurdes gamacht. Aber es fehlen vollkommen die Gedanken und Gefühle der Personen, man erfährt nichts über die Hintergründe der Agierenden... Was denkt/fühlt das Ponygirl bei der Bestrafung, was denken/fühlen die Meister/Herrinen????? Absolut nichts!? In dieser Richtung lässt das Buch ein riesiges klaffendes Loch zurück, so als ob alle Personen nur gefühllose Roboter wären, alles geschieht ohne Sinn, ohne einleuchtenden Hintergund.
Na ja, sind ja auch nur 170 Seiten, die sich dann lesen lassen wie die Bedienungsanleitung eines Computers, echt spannend...
[„definitief“ merkt dieser „1. Klässler“ nicht, daß „halt“ süddeutsch für „eben“ ist; doof „gamacht“ halt ;-) ]


Henri Arradon, Die Briefe der Lady S.

[Da bemängelte ein Rezensent „Schlimmste Foltermethoden“, worauf eine „NOBLESSE“ – oblige, ja ja ;-) – kommentierte:]

Es geht um ERziehung ein Sklave und nicht um ein Studiogat deswegen darf die Herrin alles machen was sie will.

[Wahrscheinlich eine Schwester im Geiste jenes Rezensenten, der fand, Bendrick, Entführt, zeige doch nur eine ganz normale Sklavenabrichtung …]


Jan van Leyden, Die Tränen der Sklavin Sorenga

wtf
omfg, was fuer ein crap.. zum glueck hab ich das buch geschenkt bekommen und nicht noch geld reingesteckt. es war mein erstes buch, das (angeblich) von einem typen geschrieben wurde und ich bin wirklich gespannt gewesen wie es sich liest. ich haette nicht mit so einer platten story, so einem dumben schreibstil und so vielen "ich liebe dich"s gerechnet. die charaktere hatten keine substanz und die geschichten waren eher laecherlich. nicht wirklich romantik, melodramatik wie der autor behauptet und was sex und pornographie angeht, so hat er auch hier zuviel versprochen, der kick fehlte definitiv, kein funke, nix. geschenkt.


Caroline Klima, CaroLines: Ansichten einer gestrengen Herrin


Als Bildband eine Katastrophe (TB)
Wahrscheinlich bin ich von falschen Voraussetzungen ausgegangen. Ich suchte ein Bildband um neue Ideen für eigene Foto-Projekte zu bekommen, das Coverbild ist ja auch ansprechend und im Buch finden sich 4-5 weitere gute Fotos. Der Rest ist billige Feld Wald und Wiesenknipserei die man ohne großen Aufwand in kurzer Zeit selber erstellen kann. Nichts was die Welt sehen müsste.
Die Texte bewerte ich nicht da sie mich nicht interessieren!!!

[Darauf ein Kommentar: „"Die Texte interessieren mich nicht" - warum kaufen Sie dann ein Buch, das "ANSICHTEN einer strengen Herrin" betitelt ist? Da muß Ihnen doch klar sein, daß die "Ansichten" (=Texte) das Wichtigste sind?“ Antwort des Rezensenten: „Wenn man die deutsche Sprache spricht, aber nicht richtig versteht kommt es zu Ihrer Antwort. Leider. Naja, haben halt nicht alle in der Schule gut abgeschnitten... Zu Ihrer Aufklärung, für Ansicht gibt es eine Menge Synonyme (Entschuldigung für das Fremdwort), als erstes ist immer das optische Bild gemeint, später die Meinung...“ – Darauf eine Dritte: „Na klar, deswegen heißt's auch "CaroLines", d. h. "Lines", "Zeilen" der Caroline (so hieß ihre Kolumne bei Lustschmerz) ;-) Ich kannte die Kolumne und wäre nie darauf gekommen, daß "Ansichten" hier was anderes bedeuten soll als "Meinungen". Eine Herrin ist schließlich keine Ansichtskarte ;-)“]

Neosteel, DAS DA wird dir Manieren beibringen

alles alte Storrys aus dem Internet, teilweise konnte man diese bei "Neosteel" frei runterladen (bis das Buch erschien) hat aber meines erachtens alles nichts mit der Realität zu tun, wer wirklich was über Keuschhaltung erfahren will sollte in entsprechenden Online-Foren nachschauen, mein Urteil: noch nicht mal das Rückporto wert

++++++

Immerhin mußte ich keine Rezensionen à la:

»Ein saublödes Buch! vier fünf sechs sieben acht neun zehn«

... ertragen wie manche Autoren fast ebenso kurzer Ebooks, und die »Rezensenten« ärgerten sich darüber, daß sie mindestens zehn Worte schreiben mußten, drohten damit, unter solch schikanösen Bedingungen künftig keine »Rezensionen« mehr schreiben zu wollen ...

Schade eigentlich. Da bliebe uns viel erspart. 

Ciao! :-)

19.9.18

Mit Röckchen und Teppichklopfer in die Wikipedia - oder mit Autorenruhm ...

Hallöchen!:-) Und wieder hat es einer unserer treuesten Mitarbeiter in die Wikipedia bzw. Wikimedia geschafft:

Mit Teppichklopfer und Röckchen ;-)

Läutete am 10.10.1997 das Marterpfahl-Zeitalter ein: »Miss Röckchen« ;-)








































Welche Marterpfahl-Autoren und -Grafiker stehen eigentlich in der Wikipedia? Arne Hoffmann alias Cagliostro natürlich - schon die archivierten, z. T. erbitterten Diskussionen um seine politische Einordnung erreichen Enzyklopädiestärke -, dann Simone Maresch alias Apollonia, Isabella Bach, Elizabeth McNeill recte Ingeborg Day geb. Seiler, Anne Rice alias A. N. Roquelaure, Christoph Brandhurst recte Marcel Feige, der Zeichner Ronnie Putzker und das Covergirl Dita von Teese. Hab ich wen vergessen? Nein, im Moment hat sich's damit, denke ich ... Aber ist ja schon mal nicht schlecht. Und mancher, der unter diversen Pseudonymen ein Dutzend Werke bei mir und anderswo veröffentlicht hat, legt gar keinen Wert auf einen Wikipedia-Eintrag ...

7.9.: Auf einmal 195 Blogbesucher aus Kanada, morgens schon - na ja, in Vancouver war ja auch gerade erst Mitternacht ;-) (... und nur 7 sonstige)

Na, erst mal einen trinken auf den netten kleinen Erfolg - Prosecco statt Pilschen, Prösterchen und Tschüssikowski :-)

29.8.18

Bischofskleid & Bierlokal, Zürichseeschwimmen, Verlagspleiten, Tanz & Trallala


Die Herbst-Neuerscheinungen sind in Arbeit, das Liegengebliebene auch, Ernte-Einsatz sozusagen - Zeit, vorerst noch mal entspannt den Spätsommer zu genießen mit Videos, Tanz & Trallala:  

Der Kampf um die Park-/Papstgaststätte (2009, Video) 

Wenn's der guten Sache dient (der Rettung des Stammlokals des Stammtischs Unser Huhn), dann schlüpft der Marterpfahl-Verleger schon mal in ein Bischofsgewand, klebt sich eine ausgedruckte Vatikanflagge ans Auto und exkommuniziert vom Papstgaststättendach aus die Unfolgsamen und Widerborstigen, segnet (mit einer Klobürste) die Folgsamen und Gläubigen: 

Selig sind die Säufer, nicht der Abreiß-Teufel! 

Stellvertreter des Stellvertreters: Die Papstgaststätte unter göttlichem Schutz - mitsamt Hölderlin-Unterhose; Bild: TAGBLATT

»Und er predigte gewaltig« - las den Abrißwütigen die Leviten ;-) Bild: TAGBLATT


Vom Marterpfahl-Autor zum IKEA-Coverboy

Der im März 2018 verstorbene Marterpfahl-Autor Hans-Peter Lepper, wie er leibte und (jetzt leider nimmer) lebte:


































Eines Tages war er mit seinem heißgeliebten alten Hund Struppi zu IKEA gegangen, um einige Kleinigkeiten einzukaufen, wurde von einem Fotografen angesprochen - und landete als Coverboy auf dem Schweizer IKEA-Katalog 2009. Sein Hündchen hatte seit einem Unfall mit der Straßenbahn nur noch drei Beine; zum Pinkeln ging es in den Handstand ... Es starb zwei, drei Jahre vor seinem Herrchen ... +RIP

Zürcher See lauwarm wie Badewanne, Teilnehmerrekord. Gestern (19.8.) wieder mal um 4 aufgestanden und 10 min später in pechfinsterer Nacht (Straßenlampen noch ausgeschaltet) losgefahren gen Zürich. Umleitungen und andere mißliche Umstände (einmal sogar mit 10 km/h zu viel bei Winterthur geblitzt), in Zürich schon trottelig über die Fahrbahn wankende Leute und Polizisten, die den Verkehr regeln, und zwar meist dorthin, wo ich nicht hinwollte, weg vom Seeufer nämlich, endlich hatte ich das Wasser vor mir, schnell die Seeuferstraße südwärts, herrlich kurz nach Sonnenaufgang, der See ruft, er lockt zum
Bade ... 

Um 7.50 Uhr erst statt um 7.30 Uhr erreichte ich den Parkplatz vor der Wädenswiler »Badi« und erwischte gerade noch das letzte freie Plätzlein; spätere Ankömmlinge irrten rast- und ruhelos umher. (Zürich und Umgebung sind für Autotouristen eine Katastrophe - die gezielte Verknappung von Parkraum ist seit Jahren politisch gewollt, schlimm wie in Tübingen.)
Eine Rekordschlange stand sich die Beine in den Bauch (meist barfuß und auf spitzen Steinchen, ich wenigstens in dicken Socken), um mit der Personenfähre ans Ostufer, nach Männedorf, gebracht zu werden. Beim ersten Schwung war ich nicht dabei, und wie üblich dauerte es ewig, bis die Fähre wieder kam. Als wir vom zweiten Schwung mit dem Schiff etwa auf halber Strecke waren, drosselte der Käpt'n plötzlich stark das Tempo - wir mußten vorsichtig eine Lücke im Schwimmerstrom passieren, denn die ersten waren schon unterwegs.
Kaum am Ostufer, ging's auch schon los. Der Leiter am Megaphon sagte etwas von einer Rekordbeteiligung, was ich nicht genau verstand, und auch von einer Rekordwärme des Sees: 26 Grad. »Superschwumm!« schwärmte einer, der neben mir an der Schiffsanlegestelle ins Wasser geplumpst war, und zog davon.
Schaffte ich die Traversierung 2009 in 65 min, mein persönlicher Rekord, ließ ich mir 2017 ganz lang Zeit, weit über zwei Stunden, ließ mich öfter rücklings von der leichten Dünung schaukeln und genoß das Alpenpanorama im Süden.
Doch das war heuer in der diesigen Luft kaum zu sehen, und so war ich wieder etwas schneller unterwegs. Linker Hand sah ich, wie ein weiteres Schiff eine letzte Gruppe von Teilnehmern ans Ostufer brachte. Die schnellsten der dritten Gruppe überholten mich, mit 3 bis 4 km/h kraulend, später, da war ich schon auf dem letzten Drittel der Strecke, und nach gut zwei Stunden erreichte ich das Westufer, erhob mich so taumelig und von einem Wadenkrampf geschüttelt, daß die Helferinnen am Ziel sich besorgt nach meinem Befinden erkundigten, und wieder einmal war »der Schwumm« Geschichte ... 
Ein richtiges Lunchpaket gab's diesmal statt nur einen Apfel und einen Gutschein für den Kiosk, und so war das Loch im Magen (nur einen Redbull während der Autofahrt hatte es gegeben) wieder gefüllt. Besuche bei Bekannten und Verwandten, Grillen am Abend, Heimfahrt Montag früh.
Ein Video über die diesjährige Seetraversierung scheint's noch nicht zu geben, also muß dieser alte filmische Eindruck genügen.

Pleite-Verleger und die Geschichten, die sie so machen

»Kann ich in die mal reinschauen?« Es war eher ungewöhnlich, daß in der Tübinger Cocktailbar El Chico das TAGBLATT auslag. Nanu? Der Tübinger Verleger Hubert Klöpfer sucht einen Nachfolger?

War das nicht der, der ...? Genau. 2009 empörte sich die Verlegersgattin so darüber, daß mein unkeuscher Marterpfahl-Verlag auf der Frankfurter Buchmesse neben ihrem erlauchten Literaturstand stehen sollte, daß sie alle Hebel in Bewegung setzte (und wohl auch bezahlte), damit wir aus Halle 3.1. in Halle 4.1. umziehen mußten. Na, immerhin bekamen wir die Standmiete erlassen - indirekt von Klöpfers wohl. Kein Wunder, daß die auch mal mal pleite waren, allerdings war das auch schon  früher. Obwohl - das droht wohl vielen Verlagen. Von 2013 bis 2018 seien die Buchkäufe in Deutschland um über 17 % respektive um mehr als 6 Mio. Exemplare zurückgegangen, ein böses Omen ... Gesucht werde nun ein nicht unvermögender Literaturliebhaber, ein Mäzen fast mehr als ein Verleger - aber ich fühle mich nicht berufen :-)

Auch der Kulturmaschinen-Verlag, in der Nachbarschaft des Charon-Marterpfahl-Stands auf der Leipziger Buchmesse 2011, war zwischendurch mal pleite, hat aber die Spuren davon, ebenso wie andere peinliche Mißgeschicke, recht weitgehend und gekonnt aus dem Internet getilgt - da muß man schon ein bißchen suchen und Bescheid wissen, um noch was zu finden. Das Internet ist ja sooo vergeßlich ... Wenn man nicht alles selber aufhebt ... Inzwischen wurde die Verlegersgefährtin Bundestagsabgeordnete der LINKEN - na, da sind Familie und Verlag ja erst mal saniert. Hier ein launiger Bericht: Bundestagsabgeordnete als Voodoo-Praktizierende - allen Ernstes!  - Interessant der Kommentar von »keiner« darunter, der glaubt, man könne ihren Geliebten Sukov wegen seiner »Kunst-und-Sünde«-SM-Parties in die Bredouille bringen ...

Saniert hat sich jedenfalls Martin Sonneborn von DIE PARTEI durch sein Mandat im EU-Parlament, das ihm von 2014 bis 2019 alles in allem 2,1 Millionen Euro einbringe, hat jemand mal ausgerechnet. Ursprünglich wollte er jeden Monat einen anderen ranlassen und dem den einmonatigen Genuß der Brüsseler Reden und Kneipen ermöglichen; das ging dann aber wohl doch nicht ...

Noch nicht saniert ist Ethan Sonneborn, 14 und Kandidat für den Gouverneursposten im US-Bundesstaat Vermont, wo es im Gesetz keine Altersgrenze für so was nach unten gibt, siehe hier. Die Obergrenze für die in den USA erlaubte körperliche Züchtigung von Kindern aber dürfte wohl die Volljährigkeit sein. Nette Vorstellung: Das Herrchen Gouverneur bekommt einen Arschvoll, weil er eine dumme Politik gemacht hat. Ob er deshalb so verdrossen guckt? 

Frauen auf Bräutigamschau. Mächtig ins Zeug legen müssen sich nigrische Männer vom Volke der Wodaabe - hier herrscht nicht Brautschau, sondern die Frauen bestimmen, welchen Mann sie sich erwähnen, und mustern die Show der sich präsentierenden Männer, Video hier, Bericht hier

Deutsche-Welle-TV bringt eine Serie über europäische Tänze

Hier probiert sich die Reporterin am Irischen SteptanzFlamenco, und hier an der Polka, die leider in Deutschland nimmer zum Standardrepertoire gehört, am finnischen Schiebetango ... 

Immerhin scheint Polka noch zu den leichtesten Tänzen zu gehören. Die Bierfaßpolka, auch als »Rosamunde« bekannt, hier gespielt von einer chinesischen Musikerin namens Annie Gong ;-). - Die Luxemburg-Polka geht soganz ähnlich der schwedischen Rhapsodie, das verwirrt manche - genauso wie der gleichnamige geheimnisvolle Zahlensender ...

Der irische Step gehört wie seine Brüder anderswo zu den schwereren Tänzen; wenn man sich aber mit dem Grundschritt begnügt, kann man auch als Laie bei einem Weltrekord mitmachen wie hier in Dublin 2013. Die Unterschiede zwischen amerikanischem und irischem Step schön auf den Punkt bringt dieses Video. Viel Vergnügen! :-)

Eine Bekannte erzählte mir, ihr Söhnchen habe auf »Singing in the rain« im Fernsehen begeistert reagiert: »Das möchte ich auch können!« Als die Bekannte sah, daß ich Stepschuhe besitze, bewahrte mich nur das trockene Sommerwetter davor, diesen Regentanz zelebrieren zu müssen. Wo gibt's hier und heute schon einen anständigen Regen? ;-) Außerdem ist »On the sunny side of the street« doch viel schöner als dieser Regentanz, besonders schön und locker-flott hier von zwei Japanerinnen zelebriert. Es gibt unzählige Videos zu dieser Melodie, und hier eine auch für Normalstepper geeignete Fassung - und dieser Fitneß-Hintergrund! ;-)

Ziiiiiirp - der Klimawandel? (16.8.)
Gerade eben vom SM-Stammtisch heimgewankt. Da - was war das? Das hatte ich bislang nur in Wien an einem lauen Sommerabend bemerkt, daß an manchen Straßenecken die Grillen mit dem von Deutschland vertrauten Sound saßen (zirp-zirp-zirp-zirp ...), an anderen solche mit Dauerton (ziiiiiiiiiiiiiiiirp ...), die ich von Deutschland nicht kannte. Und jetzt das: Nicht ganz derselbe Dauerton, aber ein Dauerton, wie er bislang hier in Nehren mir noch nie ertönte. Muß wohl der Klimawandel sein. (In Wien überschneiden sich vermutlich die Heimatgebiete ost- und westeuropäischer Grillen, und in Italien klingt's wieder anders - und in der Karibik erst! Als in Deutschland die Temperaturen bis minus 35 Grad runtergingen, am 1. März 2005, da erlebte ich in der Karibik, auf den niederländischen Antillen, ein auf- und abschwellendes Grillenkonzert mir bis dato unbekannter Art, und ohne Klimaanlage und Ohrenschützer ;-) kam man kaum zum Schlafen ... Nur auf der gebirgigen Insel Saba hörte man nachts kurze Pfiffe - von Baumfröschen) 

Straßen ohne Versicherung. Wer in Frankreich in bestimmten unsicheren Straßen oder Stadtvierteln parkt, als Tourist wie als Einheimischer, und sein Auto wird z. B. abgefackelt, dem zahlt keine Versicherung den Schaden. Keinesfalls nur die üblichen Verdächtigen, also die berüchtigten Banlieues von Paris, Lyon, Marseille gehören dazu, sondern auch Straßen in Straßburg, Colmar und Mülhausen. Hier die offizielle Liste der »sensiblen urbanen Zonen«.

Zeitungszensur für Europäer. De facto jedenfalls. Hunderte von Websites US-amerikanischer Zeitungen, vom kleinen Provinzblättchen bis zur Los Angeles Times, können von Europa aus nicht mehr aufgerufen werden, weil diese Blätter den Aufwand scheuen (oder die Hürde unübersteigbar finden), der neuen EU-Megadatenschutzverordnung zu genügen. Hier die Liste der Websites, vor denen wir jetzt »geschützt« sind, von denen wir abgeschnitten sind. Da muß man dann wohl schon Umwege gehen, um unzensiert Nachrichten zu lesen ...

Die EU als autoritäre Gouvernante oder Supernanny - nix Neues leider. Ungezogene Zöglinge können jedenfalls ihren Schnuller ausspucken, und es gibt sogar einen Weltrekord im Schnullerweitspucken  - wie ein ungezogenes Kleinkind (Rollenspiel;-):


Teilnehmerin am Schnullerweitspuck-Wettbewerb :-)


 




































Bis demnächst wieder, liebe geduldige Leser!

Nachtrag: Super(trockener)sommer geht (wohl) zu Ende. Heute (22.8.) beim Frühstück in einem Lokal Erschrecken bei einem Bild im TAGBLATT:


Bild: Manfred Grohe
Was im Tal und in den Gärten kaum auffällt, da wirkt - bis auf den Rasen - alles noch ziemlich grün, sieht man hier, an der Spitze des 869 m hohen Roßberg deutlich: Nicht wg. Herbst, sondern aus trockener Verzweiflung lassen manche Bäume die Blätter braun werden und abfallen, um Wasser zu sparen. Die Herbstzeitlosen sind auch schon da, mancherorts schon seit Wochen. Aber das Ende der Hitzewelle ist wohl in Sicht und vielleicht auch der Trockenheit. Meldete Tübingen noch heute mittag 34 Grad, zieht es sich jetzt zu, der Wind brist auf, und diesmal soll's mehr als nur ein Gewitterschauer werden. Zwei regnerische Tage soll's geben, und die Temperaturen sollen auf 18 Grad abstürzen, danach zwar wieder ansteigen, aber nicht mehr auf 30 Grad. Das war's dann hoffentlich mit der gnadenlosen Trockenhitze ... Mal wieder durchatmen ... 

Noch'n Nachtrag (29.8.): Die Hitze läßt nach, die Trockenheit leider kaum ... Mal sehen, wie lange das noch so bleibt ...  

Das Allerletzte ;-) :

Noch'n Wort zum (ersten September-)Sonntag: Herrliche Ferienstimmung (mit netter Musik) transportiert der Film »Die Ferien des Monsieur Hulot«hier einer der vielen sehenswerten Schnipsel auf Youtube, und hier kann man sogar gratis den ganzen Film anschauen - wer weiß, wie lange noch ;-) (Jetzt schon nimmer - Nachtrag 29.9.)

Und noch was: Heute (1.9.) schießt mal wieder die Besucherzahl nadelartig nach oben - diesmal stammen die meisten aus Japan, ein Novum; und etliche kommen aus »Region unbekannt« ...                      

5.8.18

Tübingen-Triathlon mit dem Klapprad - TAGBLATT: »Mit dem Klapprad bei 42 Grad«

Ein eigenes Fahrrad hatte ich schon lang nimmer. Also lieh ich von Freund Ulrich Stolte dieses hier: (Link siehe hier, ganz nach unten scrollen)






2016 hatte es seinen Besitzer übers Zentralmassiv getragen, bis seine Füße (angeschlagen) wieder fit genug zum Laufen nach Santiago de Compostela waren (derweil das zusammengeklappte Rad per Post schon zu Hause angelangt war). Ein Arzt hatte ihm geraten, kürzer zu treten - und das tat er :-)

Im Januar hatte ich mich für die Schnupperdistanz (200 m Schwimmen im Neckar, 10 km Radeln, 2,5 km Joggen) des Tübinger Triathlons angemeldet, für den Stammtisch Unser Huhn, und mir dabei vorgestellt, bis zum 5.8. schlanker und fitter zu sein - was aber leider mal wieder nicht eintraf ... 

Und so packte ich kurz nach 8 morgens nahe dem Tübinger Hauptbahnhof das Rad aus meinem Kombi, holte die Startunterlagen ab, verlor einige Dutzend Euronen aus einer kaputten Hosentasche, trank schon mal zwei Radler und begab mich dann gegen halb elf mit Rad zum Start auf die Neckarinsel. Für viele »Schnupperer« war's der allererste Triathlon.

200 m Schwimmen im lauwarmen Neckar - und ein paar Schlucke von dem zweifelhaften Wasser, denn ich war nach zwei Stunden schon wieder durstig, und nirgendwo gab es Trinkstellen, nicht beim Radeln, nicht beim Joggen, jedenfalls nicht für die »Schnupperer«; die sollten offensichtlich schnuppern und nicht saufen ... 

Nach 7 min raus aus dem Wasser, umkleiden - ich zog mir einfach Leggins über den Badeanzug -, Radl schieben bis zur Uhlandstraße, aufsitzen, über die Neckarbrücke Richtung Mühlstraße. Zunächst rauschte das Gerede des Moderators am Mikrophon einfach an mir vorüber; als aber mein Name fiel, horchte ich auf. »Das kleinste Rad, der größte Mut« oder so ähnlich hieß es, und: »Einen Extra-Applaus für den Rüdiger!«

Mühlstraße hoch, Schimpfeck, Wilhelmstraße runter, dann auf schattenloser, glutheißer, aber wenigstens ziemlich flacher Straße bis kurz vor Bebenhausen. Am Wendepunkt mußte ich die Rotkreuzler um Wasser bitten, und nach 5 km auf dem schmalen Sattel tat mir der Hintern weh. (Hätten die Rotkreuzler kein Wasser gehabt, hätt' ich mir an einer Tanke 'ne eiskalte Coladose besorgt.)

Zurück nach Tübingen, leicht bergab und mit etwas Rückenwind rollte es fast wie von selbst. Rein in die Wilhelmstraße; nun ging es wieder leicht bergauf. Die Stiftskirche kam in der Ferne in Sicht, wurde größer. Schimpfeck. Die Mühlstraße hinab. »Und da ist der Rüdiger wieder, schaut mal, wie rasant er in die Kurve geht!« - zur Uhlandstraße nämlich. Absteigen und joggen - oder gehen, in meinem Falle. Durch den Fußgängertunnel, übers Haagtor, wo die Leute - wie andernorts an der Strecke - bereits in Straßencafés saßen. Hier soll auch eine Trinkstelle gewesen sein, aber sie war wohl schon abgebaut. Mein Begleiter, der Schlußradler: »Service und Streckensicherung sind jetzt schon eingeschränkt.« (In den 50er Jahren soll es noch passiert sein, daß ein Tour-de-France-Fahrer abstieg und in einem Straßencafé eine Flasche Schampus orderte - »das geht auf die Tour!« - und danach weiterradelte - aber bestimmt waren es nicht die Schlußlichter, die so was taten.)

Ich war mal wieder mit Abstand Letzter, mit gut 102 Minuten Gesamtzeit, aber zum Glück war das Ende absehbar. Ich hielt mich möglichst im Schatten; wo das nicht möglich war, war es glutheiß. Ganz unmöglich, wie geplant die pelzige Huhn-Mütze aufzusetzen.

Ammergasse, Marktplatz, Collegiums- und Hafengasse. Die Mühlstraße bergab, ins Ziel. Ich raffte mich zum Joggen auf. Moderator: »Jetzt ist das Schönste passiert - der Rüdiger ist wieder da.« Und dann wurde ich - der ich schon auf dem Weg ins Ludwigs war, erstmal trinken, bevor ich das Rad hole - vom Moderator zurückgeholt, der mir auf halbem Weg entgegenkam, und mir wurden ein paar Fragen gestellt. Interview mit dem Ersten und mit dem Letzten. Und zwei Gratisbierchen - wenn auch leider nur alkfreie - gab's auch, auf Kosten des Veranstalters.

Das Fahrrad war der Star des Tages, keine Frage. So eins hatte keiner. Überall Grinsen, aber wohlwollendes Grinsen, Interesse, Freundlichkeit.

Nach drei Eistee am Dönerlokal beim Picasso Heimfahrt im mittlerweile leider schattenlos parkenden und daher glutheißen Auto, zu Hause kalt duschen, erst am Abend was essen (vorher konnte ich nicht, jedenfalls nach dem Rennen, zwei belegte Brötchen morgens um 7 an einer Tankstelle waren das letzte gewesen).

22 Uhr 22. Der Bericht eines interessanten Tags ist fertig. Gute Nacht! :-)

+++

Anderntags Frühstück im Mössinger »Krokodil«. TAGBLATT titelt: »Mit dem Klapprad bei 42 Grad« - na, das war doch mal ein Grund, mir ausnahmsweise mal wieder »die Scheißzeitung« (Originalton meine Oma, der einzige Zusammenhang, in dem sie dieses Wort in den Mund nahm) zu kaufen.

Wie die auf 42 Grad kamen, weiß ich nicht, 32 Grad sind schlimm genug - und sonst hieß es: »Dass der hiesige Triathlon ein Breitensport-Erlebnis sein soll, wurde deutlich [haha]. Rüdiger Happ vom Stammtisch Unser Huhn fuhr gemütlich mit dem kleinen Klapprad umher, benötigte über eine Stunde für die zehn Kilometer und war für Moderator Hartwig Thöne ›der moralische Sieger des Tages‹.« Da hätte ich ja direkt noch die Huhn-Mütze aufsetzen sollen, um mich dann beim Interview danach fragen zu lassen - aber dann wär ich vor Hitze umgekippt.

Die Resultate muß man sich über eine Website »my race result« zusammenklauben:

200 m Schwimmen - das sind 4 Bahnen, das sollte in 4 Minuten zu schaffen sein. Der Schnellste brauchte 2:49, 42 sec pro Bahn, und er schaffte es die Treppe hoch, umkleiden und Rad 200 m bis zum Uhlanddenkmal schieben in 1:02 min, ein Wunder - ich brauchte zum Schwimmen im Geschubse, Gedrängel und Geknuffe des hinteren Mittelfelds knapp 7 min und zum Umkleiden und Fahrradschieben gut 6 1/2 min, und dabei hatte ich doch schon aufs Überziehen des T-Shirts verzichtet, nur Leggins übern Badeanzug und los - mit der Folge, daß ich jetzt auf den nicht sonnencremegeschützten Schultern einen leichten Sonnenbrand habe ... (Insgesamt haben sich die Schwimmzeiten gegenüber 2017 sehr verbessert, damals scheint die Schwimmstrecke länger gewesen zu sein.)

Zum Radeln brauchte ich tatsächlich 63 min - aber ohne die 3 min Stop zum Saufen bei den Rotkreuzlern wär ich umgefallen ... 

Zweiter Wechsel knapp 2 1/2 min, da mußte man sich auch nicht umkleiden, und 23:22 für die 2,5 km Stadtspaziergang, über 6 km/h, das geht ja direkt noch, so schlapp, wie ich mich fühlte ... 

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In der gleichen TAGBLATT-Ausgabe schreibt Redakteur Lorenzo Zimmer über Hitze-Alpträume: »In solchen Momenten frage ich mich, wieso ich keinen Höcker auf dem Rücken trage. So ein Wasserspeicher würde mir guttun. Doch ehe mir noch welche wachsen, verwerfe ich den Gedanken. Wer will schon als Tauschobjekt für ein Grundstück, eine Ziegenherde oder eine hübsche Touristin verschachert werden?« Sieh an - auch für die Linken ist der Orient phantasieanregend ...          

Verlagspläne für den Herbst ...


Tirili, tirila - der Herbst ist auch bald wieder da! :-) 

Hab' mich entschlossen, diese ausführliche Vorschau und Erläuterung, die hier in diesem Posting drin war, doch wieder in der Versenkung verschwinden zu lassen - um so größer wird dann die Vorfreude auf die Neuerscheinungen, nicht wahr? ;-)

29.7.18

Marterpfahl-Autor »Schaendler« kommt in die Wikipedia

Mit den Videos von der Lesung im Mai dauert's noch ein wenig, aber in die Wikipedia/Wikimedia hat's der in Modefragen tonangebende Marterpfahl-Autor
R. Schaendler schon mal geschafft:


Autor im Tarnfummel ;-)

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/1b/R_Schaendler_Leonberg_4Mrz2018.jpg/360px-R_Schaendler_Leonberg_4Mrz2018.jpg

Sprechblase: »Liebe Fans! Haltet noch ein wenig aus, bis meine Stimme aus Youtube ertönt

Das Bild findet man jetzt sowohl unter »Feminization« als auch unter »Niqab« :-) 

Bis demnäxt ... :-)

10.7.18

»Urlaubsgeld«: Mehr Marterpfahl-Titel bei Kindle unlimited :-)

Doch zu diesem speziellen Urlaubsgeld siehe weiter unten ... Zunächst einmal:

Amazon mal wieder ;-)

Kindle unlimited lohne sich durchaus, schrieb mir der letztes Mal zitierte Autor. Amazon bezahle ja auch für diese von Flatrate-Lesern konsumierten Seiten. Ah ja ... War mir gar nicht aufgefallen, daß in meinen ca. 300 Euro Honorar für einen Monat auch riesige ca. 16 Euro für 5065 gelesene Flatrate-Seiten drin waren, also stolze ca. 0,3 Cent pro Seite, 45 Cent für ein 150-Seiten-Buch. Ist das nicht großartig? ;-) (Und wie ordne ich das nun honorarmäßig den einzelnen Autoren zu?)

Für einen Thriller-Autor mit monatlich rund 150.000 gelesenen Flatrate-Seiten mag das okay sein, und wenn dann noch eine ähnliche Summe durch reguläre Verkäufe reinkommt, dann ist es schön - vorausgesetzt, es bleibt eine Zeitlang so und fällt nicht nach zwei, drei Monaten in sich zusammen.

Zugegeben, ich hatte gerade die schwächsten Titel fürs Flatrate-Programm ausgesucht, um ihnen aufzuhelfen, nicht die stärksten; überhaupt sind die von mir exklusiv über Amazon-Kindle (statt via Readbox über alle möglichen Ebook-Plattformen) vertriebenen Titel generell die schwächeren meiner Titel, ausgewählt nach dem Motto: Bei Amazon spar ich mir ca. 140 Euro Konvertierungskosten in die vielen Datenformate wie Tolino etc. Andererseits hab ich im letzten Jahr über reguläre Verkäufe (ohne Flatrate) insgesamt rund 18.000 Ebooks verkauft; ob die Flatrate-Leser noch dazu gekommen wären oder diesen Kuchen geschmälert hätten - wer weiß?

Ohnehin werden nur Ebooks für kindle unlimited zugelassen, die ausschließlich bei Amazon verkauft werden, d. h. der Verkäufer bindet sich noch mehr an den Branchenriesen Amazon und büßt die Verkaufsmöglichkeit auf anderen Plattformen ein. Ob sich das rentiert?

Ich bin und bleibe skeptisch gegenüber der Billigheimerei (und gegenüber dem Quasi-Monopolisten Amazon). Man soll sich nicht zu billig machen. »Wat nix kost', dat is auch nix.« An sich sollte ein Ebook den Preis der papierenen Ausgabe minus Druck- und Portokosten haben, also locker 80 % der Paperback-Ausgabe, und bei vielen »normalen« Belletristik- und Sachbuchverlagen ist das auch so, offenbar ohne Schaden für den Absatz, nur bei Erotik überschwemmt Billigstplunder den Markt. Ein 200-Seiten-Roman ist als Ebook mit dem Preis von noch nicht mal zwei Kneipenbieren (4,99 Euro) eh schon viel zu billig - noch billiger sollte man sich nicht hergeben. Insofern werd ich das Unlimited-Programm nur für ältere, schwache oder auslaufende Titel benutzen, so, wie ich es anfangs für Testzwecke vorhatte (»Wenn's nix nutzt, so schadet's wenigstens auch nix«).

Gerade erhalte ich wieder eine Email von Readbox:  »Heute möchten wir Sie darüber informieren, dass Amazon offenbar begonnen hat, systematisch unsere Verlagskunden anzurufen, um Sie darüber zu informieren, dass damit zu rechnen sei, dass ihre Titel ab Montag bei Amazon nicht mehr verfügbar sind, weil readbox sich nicht auf eine Fortführung der Zusammenarbeit einigen will.

Sollten Sie also einen entsprechenden Anruf erhalten, wundern Sie sich nicht. Es gibt keinen Grund, sich davon nervös machen zu lassen.

Den Hintergrund und Amazons erwartbares Verhalten hatte ich Ihnen in meiner letzten Mail erklärt. Wir haben hier jetzt offenbar die nächste Eskalationsstufe weiterer Erpressungsversuche erreicht. Wir haben nicht den Plan, uns davon einschüchtern zu lassen.

Wir müssen jedoch damit rechnen, dass Amazon diese Drohungen wahr macht.«

Was soll man dazu noch sagen?

Nachtrag 10.7.2018: Neue Titel für Kdp select / kindle unlimited

Am Tag nach meinem Geburtstag weicht der Kater allmählich, und in meinem Wohlwollen habe ich beschlossen, alle restlichen der nur bei Amazon Kindle Publishing verfügbaren Marterpfahl-Titel noch bei Kindle unlimited anzumelden:

- Alexander, Flitterwochen mit dem Rohrstock siehe hier

- Glynis Dunnit, Ins Röckchen gezwungen, siehe hier - der Klassiker; seit 1998.

- Hans-Peter Lepper, Der letzte Schliff (Teil I): Das Internat in den Reben, siehe hier

- Ders., Der letzte Schliff (Teil II): Aussenstelle Le Roselet II, siehe hier

- Cagliostro u. a., Zucker und Peitsche für Barbara, siehe hier

- N. N. Neosteel u. a., DAS DA wird dir Manieren beibringen, siehe hier

- Gerwalt, Marie-Charlotte: Kerker, Ketten und Karibik, siehe hier

- jaSMin Stepford, Ins Kleidchen gezwungen, siehe hier

Apropos Röckchen:

Wieder einmal haben britische Schüler, diesmal in Bournemouth, bei einer Hitzewelle gegen den Lange-Hosen-Zwang protestiert, indem sie Röckchen anzogen:

Der Mittlere bekam eine Rüge: Sein Röckchen war zu kurz :-)
Näheres über die Aktion siehe hier

Nächsten Monat gibt's dann wohl was über Männer im orientalischen Fummel hier zu lesen ;-)

5.7.18

Mit Kilt, Scham und Melone ;-)


Im Herbst wird der lange abgerissene und vertrödelte (sorry) Reigen der (papierenen) Neuerscheinungen wohl wieder einsetzen (wahrscheinlich mit einer spannenden »Frauen-in-Gefahr-und-im-Kerker«-Story), diesmal hoffentlich kontinuierlich und monatlich. Momentan halten mich noch traurige und unproduktive Erfordernisse wie verschleppte Steuererklärungen, verspätete Abrechnungen (*schäm) oder traurige Anlässe wie die Beerdigung eines alten Freunds auf Trab:

Der alte Freund und passionierte Kiltträger wollte eine »bunte« Beerdigung ohne Trauerkleidung ... ;-)












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WIXen ist gratis - die (wahrscheinlich) neue Marterpfahl-Website

»Hab es getragen sieben Jahr, kann es tragen nimmermehr« - was? Das Hemd. Ein alter Witz. Außerdem sind's nicht sieben Jahre, sondern zehn. Oder sogar 20. Wo? Bei der Marterpfahl-Website. Am 12. August 1999 ging sie unter einer vorläufigen Domain »auf Sendung«, ab 18.8. unter der Domain marterpfahlverlag.com, die demnächst 19 Jahre alt wird. So sah die Marterpfahl-Site im Juli 2001 aus und so Anfang 2006; nur die pompöse Midi-File-Untermalung mit »Also sprach Zarathustra«, passend für das damalige spacige Design, ist leider auf archive.org irgendwann verlorengegangen ;-)

2009 ließ ich die Website von einem neuen Provider und Webdesigner völlig neu aufsetzen, siehe hier den Stand von September 2010. Gleichzeitig wurde sie auf Joomla3 umgestellt, das aber von Anfang an nie so recht funktionierte und im Laufe der Jahre immer weniger ... 2016 wurde sie auf WordPress umgestellt, aber ob das nun besser funktioniert, das weiß ich gar nicht, denn ich ging dazu über, die Neuerscheinungen (meist Ebooks) nur noch auf diesem Blog hier (und seinem Schwesterblog, siehe hier) vorzustellen - mit Wordpress habe ich mich nie befaßt ... 

2018: Wieder sind neun Jahre vergangen, und ich wurde auf ein Unternehmen mit dem gloriosen Namen WIX aufmerksam, ein Unternehmen aus Tel Aviv mit Dependancen in Kyiv, Wilna, San Francisco und New York - und ich begann zu experimentieren: So könnte sie aussehen, die neue »Wixsite« des Marterpfahl Verlags, und so wird sie vermutlich auch aussehen, zumal WIXen gratis ist, die alte Site mich aber rund 100 Euro jährlich kostete. Die alte Website marterpfahlverlag.com könnte zum Jahresende 2019 nach rund 1,2 Millionen Besuchern eingestellt werden, aber darüber ist das letzte Wort noch nicht gesprochen - wohl aber (leider) über die Tübinger Papstgaststätte, Heim des Literatenstammtischs Unser Huhn:


Mit päpstlichem Segen in die Grube fahren ;-) - der Kampf um die Papstgaststätte (Video): 

Was tut man nicht alles, um den drohenden Untergang der Lieblingskneipe abzuwenden - sogar in ein Erzbischofsgewand schlüpfen - siehe folgendes Video von 2009: ( folgt leider erst nächsten Monat ) . Der Plan, die Papstgaststätte, 1968 Prof. Ratzingers Zuflucht vor dem rabiaten Zeitgeist, als exterritoriales Bistum ... äh, Besitztum des Vatikans dem deutschen Baggerzahn zu entziehen, mißriet allerdings. Das SCHWÄBISCHE TAGBLATT berichtete:

Wo Ratzinger sein Käffchen schlürfte ...

Immerhin hat die typische Tübinger Trödelei (TTT) der Park-/Papstgaststätte und dem Stammtisch Unser Huhn noch ein Jahrzehnt Gnadenfrist gewährt, bis 2019 wahrscheinlich die Bulldozer anrücken und den heroisch bis zum letzten Atemzug Widerstand leistenden Stammtisch begraben werden wie weiland andere Bulldozer die Klimbim-Familie (Folge 24, ab ca. 10:00): 

Heldenmütig in den Abgrund! :-)


Intergalaktisches Impressum

Peitsche in der Hand der Anwälte: der neue Datenschutz-Quark der EU





Das gemahnte mich, mich um ein gemeinsames Impressum aller meiner Websites zu bemühen - und dafür eigens einen eigenen Blog einzurichten. »Ein Blog für ein Impressum!« Moment mal - hieß das nicht »ein Königreich für ein Pferd«?

Im Prinzip ist das natürlich Nonsens, Mit-Kanonen-auf-Spatzen-schießen, so ein Aufwand, aber das von Blogger.com angebotene neue intergalaktische Design war so verführerisch, das Einrichten einfach, das mußte ich einfach ausprobieren - siehe hier. Raumschiff-Enterprise-Käpt'n würd' blaß um die Nase werden vor Neid :-)


Amazon mal wieder ;-)

Das Experiment »Kindle unlimited« lasse ich Anfang August auslaufen. Ein Autor hatte mir vor Monaten geschrieben: »Damit konnte ich meine Umsätze verdoppeln!« Ich nicht. Die Leute lasen Tausende von Seiten, kauften aber nicht, jedenfalls nicht mehr als vorher, eher weniger - also Schluß damit, sorry. - Eine Mail von meinem wichtigsten Ebook-Produzenten informiert mich, daß Amazon mal wieder mit harten Bandagen verhandelt, Druck ausübt und natürlich mehr Geld will, was ebenso natürlich bedeutet, daß es für Verlage und Autoren weniger gibt. Mal sehen, was daraus wird. - Zu guter Letzt ein Schmankerl: »Die Weiberherrschaft« alias »Unterm Pantoffel« gibt's ab August als Kindle-Ebook für nur noch 0,99 Euro, rund 1100 Seiten Zwangsfeminisierung und Femdom also fast für lau, siehe hier (momentan noch für 4,99 €). Viel Spaß! Nachtrag 10.7.: Sorry, stattdessen wird für diesen Titel »kindle unlimited« fortgeführt.

Und damit zum restlichen Weltgeschehen:  

Auch 20 Jahre alt: Das Schweizer Jazzradio ... 

... und immer noch eine empfehlenswerte Klangkulisse für PC-Arbeiter. Und wer's klassisch mag: Schweizer Klassikradio. Man kann diesen Sender (und hunderte weitere) auch auf radio.de hören, seit einiger Zeit allerdings muß man zuvor einen nervigen Werbespot über sich ergehen lassen ...


Schocks für Schwatzhafte

"The results sometimes skirt absurdity: in Vox by Christina Dalcher, due to be published in August, women are fitted with bracelets that deliver electric shocks should they speak more than their allotted 100 words a day. And there’s more to come." Der Guardian berichtet über eine Welle von misogynen geilen Utopien in den Literatur-Neuerscheinungen, siehe hier.

Politkinderbücher

»Kinderbücher ertrinken in einem Meer aus trendiger Ideologie«, berichtet Melanie McDonagh in Arne Hoffmanns Genderama-Blog, siehe hier. »Young-Adult-Fiction ist das Schlimmste: Ich bekomme Bücher darüber, trans- oder homosexuell zu sein, ein siamesischer Zwilling, Legastheniker oder Zwangsneurotiker. Es gibt eines zum Thema Brexit, über ein Post-EU-Großbritannien, wo jeder, der außerhalb des Landes geboren wurde, verhaftet und abgeschoben wird.«

Prügel I: Wo Arschversohlen noch erlaubt ist

In Tschechien nämlich. Die Prager Kneipen waren die letzten Raucherparadiese, das Waffenrecht bleibt nach wie vor liberal, und eine Abreibung für die lieben oder nicht lieben Kleinen ist nach wie vor möglich. Hier ein Filmbericht.

Prügel II: Klassisch (k)nackig

Hier oder hier. Femdom. (... und schon nimmer sichtbar, »Konto gekündigt« :-( )


Prügel III: Schminktips für Abgewatschte

»Momentan seh ich selber aus wie eine meiner [masochistischen] Heldinnen«, schrieb mir mal eine meiner Autorinnen. Sie hatte mit Tempo 35 unangeschnallt einen Autounfall erlitten und war voller grüner und blauer Flecken im Gesicht; »und jetzt sind alle wahnsinnig nett zu mir, weil sie zu wissen glauben, woher die blauen Flecken stammen.« Tips, wie sich eine wirklich verprügelte Frau die blauen Flecken überschminken kann, gibt das marokkanische Staatsfernsehen hier


Mal wieder 'ne Runde schwimmen gehen :-)

Nicht im Bodensee :-) - und auch nicht der Autor :-) 






Die Zürcher Seetraversierung, 2,7 km schwimmen quer übern Zürcher See Mitte August, rückt näher, und vielleicht werd' ich nächsten Sonntag schon mal in Radolfzell 'ne Runde schwimmen gehen, 2,5 km, siehe hier. Ich wag's kaum zu sagen, aber diesen Sommer war ich noch gar nicht schwimmen ... - Dafür werd' ich am DI 10.7. in der VHS Tübingen mit anderen ein bißchen hin- und hertrappeln, gewiß nicht so schön wie hier in The Text, aber doch ganz nett ...

Einer geht noch (oder zwei):

Als Araber Kopftücher lächerlich fanden

Ägyptens Präsident Nasser 1966 in einer Rede über die lächerliche Forderung der Muslimbrüder, alle Frauen sollten Kopftücher tragen: Hier. Zuruf aus dem Publikum: »Laß doch den Ober-Muslimbruder eins tragen!« Ein Kommentar darunter: »Es zeigt sich, dass der Islam sich sofort alles nimmt und die Menschen unterdrückt, wenn man ihm nicht massiv in den Arm fällt. In jedem islamistischen Land der Welt haben die Islamisten nach dem gleichen Muster angefangen: Kreide fressen, zunächst nicht auffallen, die Opferrolle spielen, religiöse Freiheiten schamlos ausnutzen, bis sie an der Macht bzw. die Mehrheit sind. Ist das geschafft, wird alles andere verboten.« (Ähnlich haben's die frühen Christen gemacht, vor Jahrzehnten hie und da auch die Kommunisten, und auf eine Wiederholung bin ich nicht scharf.) - »Tanz im Orientexpress« ist das neue Buch der Ex-Bauchtänzerin und Islamkritikerin Antje Sievers betitelt, »Tanz in den Abgrund« sollte es vielleicht eher heißen, denn während Bauchtänzerinnen im Ägypten der 50er bis 70er Jahre richtige Stars waren, sind sie heute verfemt, verfolgt, bedroht, und nicht nur dort, parallel zur wachsenden Zahl von »Schleiereulen« und Ramadan-Fastern; siehe hier.

Und hier, geheimnisvoll wie ein Mä(d)(r)chen aus 1001 Nacht, ein männlicher Bauchtänzer. - Och nö, dann doch lieber »The Text« - siehe oben ...  ;-)

Ach ja - fast hätt ich's vergessen

Das Folgende (zu fast 100 % echt), im SZ-Geschichtenforum gepostet

Der Saftladen

Geschichtchen, wie sie das Leben schreibt

Vor Tagen klingelt bei mir ein Nachbar und sagt: »Da ist so ein junges prospektverteilendes Mädchen, kurzhaarig, das klaut Ihnen immer Saftflaschen« - die stehen in der tagsüber meistens offenen Garage nebst zwei Bierkästen am vorderen Rand. »Die liest die Etiketten« (sind gemischte Saftkästen) »und nimmt dann immer wieder eine mit. Haben wir auch fotografiert vom Balkon.« - Ich: »Okay, dann nehm ich den Saftkasten rein. Am Bier wird sie wohl kein Interesse haben.«

Jetzt schaue ich schockiert auf den Bildschirm meines PCs: Ein alter Bekannter ist tot (schwul, Gelegenheits-SMer, dominant, ein Lehramtsstudium einst bewußt verschmähend, weil die Versuchung durch all die unartigen Knäblein zu groß gewesen wäre).

Da klingelt's wieder an der Haustür: Frau mittleren Alters mit Hund und mit einer Teenagerin, die betreten zu Boden guckt; hoch aufgeschossen, schmal, die übliche verwaschene Jeans, kein Rock und keine Bluse. »Sie möchte Ihnen eine Geschichte erzählen«, sagt die Ältere, nämlich die Geschichte mit den Saftflaschen, aber sie bringt kaum die Zähne auseinander. »Seit Jahren macht sie das schon, mein Pflegekind, und versteckt die Flaschen im Dorf. - Die 20 Euro, die ich jetzt dem Herrn gebe, werde ich dir vom Taschengeld abziehen! Und jetzt entschuldige dich bei dem Herrn und schau ihm dabei in die Augen, nicht zu Boden!« Jetzt bin ich kurz davor, verlegen wegzuschauen, ich denke an diverse Flag- und SM-Stories und muß mich beherrschen, um nicht laut rauszuplatzen ...
Ein so halb verbissenes Grinsen (muß eine doofe Grimasse sein) kann ich mir aber nicht verkneifen.
»Ist ja nett, daß Sie so nett damit umgehen«, sagt die Ältere, leicht irritiert wirkend.
»Keine Ursache - ist ja noch nichts wirklich Schlimmes passiert«, erwidere ich verkniffen und schaffe es, erst laut loszuprusten, als ich wieder allein in meinen vier Wänden bin.

So dicht liegt das Erhebende neben dem Niederdrückenden.


Gruß aus dem Saftladen ...



Gut' Nacht, Mädels (und Jungs), und schöne Träume! :-) 

24.5.18

Trost für Ramadan-Opfer mit Dieter Hallervorden, rabiater Busverkehr und mehr ...

24.5.18: Immer mehr Bekannte schreiben auf ihren Facebook-Seiten Befremdliches: »Ramadan mubarak!« oder sogar »Eid mubarak!« Seltsam - mußten unter Mubarak alle fasten, weil's nix zu beißen gab? Ist dieser Mubarak nicht längst weg vom Fenster? Warum sollen wir dann einen Eid auf ihn schwören? Weil er immer noch besser war als die durchgeknallten Islamisten? Und was geht uns das alles an, was da fern im Orient irgendwo geschieht?
Ohne Arabischkenntnisse geht's heutzutag' anscheinend nimmer, und so habe ich denn gelernt, daß »Salat« im Arabischen die Bezeichnung für das fünfmalige tägliche Pflichtgebet der Muslime ist. Daher kommt ja auch der Ausdruck »Da haben wir den Salat!«, wenn etwas Unangenehmes oder Lästiges ins Haus steht. Salat wiederum ist grün, und grün ist die Farbe des Propheten (und der Grünen, dieser unermüdlichen Islam-Lobredner); so fügt sich eins ins andere.   

Durchbohrt im wilden Westen, durchgeknallt im Orient: Didi kennt sich aus :-)




»Morgens halb neun in Deutschland« begann einst eine Fernsehreklame für »Knoppers, das Frühstückchen«, eine süße Schnitte. Auch meine türkischen Grundschulkameraden, mit denen ich häufig spielte, sahen das damals, in den 70er Jahren, locker. Nicht einmal hab ich von denen das Wort Ramadan vernommen, ich lernte es erst später kennen, ich glaube sogar durch den unten verlinkten und angesprochenen Hallervorden-Song. Auch Kopftücher und Moscheebesuche interessierten sie nicht.

Das christliche Fasten (kein Fleisch, aber jede Menge Starkbier, »flüssiges Brot«, wie ich jetzt hier am PC um 11 morgens) ist wahrlich ein Labsal gegen die muslimische Quälerei (dehydriert durch den heißen Tag wanken, sich nachts den Bauch vollschlagen). Da wankt man höchstens wg. Starkbier auf nüchternen Magen, z. B. im Orient in die nächstbeste Bar, wo die extrasüßen Orient-Schnittchen nur auf den westlichen Reisenden warten, so könnte man(n) denken: 

Als ich mal in Arabien war / ging ich in eine Bar, bestellte mir ein kühles Bier ... Oh je, daran scheitert's in manch arabischen Ländern ja bereits, und im Ramadan erst recht ;-) ... und sah dort Fatima - eine Tänzerin. Die Schönheit aus dem Morgenland, sie raubte mir fast den Verstand.  Er freut sich auf 'ne heiße Nacht, doch sie wehrt ab:

... denn heut ist Fastenzeit!
Die Hände weg von meinem Speck,
das geht mir doch zu weit!
(...)
Du kühler Sohn aus Westberlin (...)
Ich hab Verwandte in Stettin,
da gibt's nur Ramadan!
(...)
Es soll nicht reisen, wer nicht kennt
den Ramadan im Orient  ... 

Allerdings. Inzwischen müssen wir uns dazu nicht mehr auf Reisen begeben, inzwischen ist uns der Orient mitsamt Ramadan ungefragt auf die Pelle gerückt, schon muslimische Grundschüler überbieten sich in Frömmelei, verlangen Verzicht nicht nur auf Speis & Trank, sondern auch auf Klassenarbeit, Sportfest & Co., nerven uns ungefragt mit ihrem Orient-Folkloregedöns und haben wahrlich nicht nur 'ne Meise unterm Pony, sondern 'ne ausgewachsene Vogelschar unterm Schleierchen.


Ich hab genug von Fatima, ich such mir eine Erika ... So ganz ohne Fastenzeit, gut verpackt im Dirndlkleid. Zieht sie sich aus, schau ich ihr zu - Fatima, du blöde Kuh!

Ob damit Claudia »Fatima« Roth gemeint ist? Und mit Erika Erika Steinbach, die Bollwerk-im-Osten-Blondine?


Wie dem auch sei: Hier gibt's Didis göttlichen Song (allemal gut für homerisches Gelächter im Olymp) zur Gänze. 

Ich such mir 'ne Erika - genau, so machen wir's: 

 
Hauptsache, es ist immer gut gefüllt ... :-) 








































Oder wir begeben uns in den näheren (=moslemfreien) Osten: 


Drinks & Dressuren: Sinnliche Genüsse im nahen Osten - im Café Masoch, Lemberg, Ukraine






Busse brausen durchs Dorf

17.5.18: Da! Schon wieder! Der dritte Bus in fünf Minuten rauscht unter meinem Fenster vorbei. Früher konnte ich mich nur auf den Jüngling verlassen, der morgens mit seinem nervigen Zweitakt-Mokick an meinem Haus vorbeiknattert. Dann wußte ich, auch ohne die Augen zu öffnen: Es ist kurz vor sieben, ihn ruft die Arbeit, ich kann mich noch mal rumdrehen. Die fernen Glockenschläge der Schulhausuhr (die der Kirche sind kaum zu hören) brauchte ich gar nicht mehr.
Das ist jetzt anders, seit eine neu eingerichtete Buslinie unter meinem Fenster langführt. Locker dreißigmal täglich geht's hier vorbei, und fast immer sitzt kaum jemand im Bus. Selbst zu meinem SM-Stammtisch (1,1 km von hier) könnte ich mich heut abend träge im Bus chauffieren lassen (hab ich auch). (Nur heimwärts müßte ich vollbetankt laufen in der kühlen Nachtluft, denn nach 8 ist Schluß mit Bus.) Nehren wird immer städtischer. Im Neubaugebiet um die Ecke (das den älteren Anwohnern den Blick auf die Alb nimmt) sprießen pseudotoskanische Villen aus dem Boden - und zwei Bushaltestellen auch, wo noch vor Jahren Wiesenunkräuter mit Hundehaufen um die Wette wucherten.
Inzwischen weiß ich: Wenn der erste Bus vorbeirauscht, dann ist es 5:05 morgens. Das ist der Fortschritt. Halleluja.