5.8.18

Verlagspläne für den Herbst - Klapprad Sensation beim heutigen Tübingen-Triathlon


Mit größter Mühe habe ich Untrainierter heute bei über 30 Grad als Vertreter des Literaten-Stammtischs »Unser Huhn« mit Hühnermütze auf dem Kopf und Klapprad unterm Hintern die »Schnupperdistanz« des Tübinger Triathlons als Letzter überstanden (fast konnten die »Olympier« nicht starten, weil der Neckar nur noch 'ne bessere Pfütze ist), Näheres siehe unten**, da ist jetzt, nach kalter Dusche und drei Litern Kaltgetränken, Zeit für allgemeinere Betrachtungen:


Wie ich erst jetzt erfuhr (umständliche Recherche), hat Hans-Peter Lepper, der Autor der zwei Ponygirl-Bücher »Das Internat in den Reben«, schon im März das Zeitliche gesegnet. Kein Wunder, daß am Telefon immer nur »kein Anschluß …« ertönte. Jetzt hat er für immer den Anschluß verloren – mögen seine Ponygirls in die Ewigkeit weitertraben … Andererseits hat er jetzt hoffentlich seinen Frieden gefunden - oft war er mit so ziemlich allem unzufrieden gewesen ... 



Die letzten Abrechnungen gehen nächste Woche raus, mit Verzugszins, und wie üblich tut mir alles leid, die Verzögerungen vor allem, auch bei neuen Buchprojekten.



So manchen Morgen ergreift mich beim Anblick des zu Erledigenden kein wilder Arbeitseifer, sondern * pffft * luftentweich * eine Ermattung, die dazu führt, daß ich abends nur einen Bruchteil dessen geschafft habe, was ich schaffen wollte … – Die technischen Schwierigkeiten bei Novitäten-Anmeldungen (Verlagsnummer, ONIX-Dateien, dies und das …) bestehen weiterhin, werden aber wohl in den nächsten Wochen gelöst, und …


… ich hoffe, daß es dann ab Herbst jeden Monat eine Neuerscheinung geben in der SCHWARZEN SERIE. Ich wälzte Preislisten bei Druckereien, und als optimal schälte sich folgendes heraus: Jeder Titel der SS (tolles Kürzel, hihi, könnte auch »Sommersemester« bedeuten) wird in zwei Ausgaben als Paperback erscheinen, und zwar a) im Letter-Großformat bei Amazon (die drucken konkurrenzlos günstig für 1,2 Cent pro Seite, egal ob große oder kleine Seiten) für die Amazon-Kunden, und b) im Taschenbuchformat bei einer polnischen Druckerei für die Nicht-Amazon-Kunden, ferner spätestens nach 13 Monaten, gut einem Jahr, als Ebook, nicht nur bei Amazon, sondern via Readbox bei allen möglichen Plattformen. Der Preis wird wohl als Paperback 11,99 € sein und als Ebook 5,99 €. (9,99 € fürs Buch und 4,99 € fürs Ebook, vor allem ersteres, erwiesen sich kalkulatorisch doch als zu knapp, wenn auch wichtige Kaufkraftschwellen.)



Die meisten Titel sind schon layoutet (x mal umgearbeitet, umdisponiert), und für die Titelbilder hab ich u. a. tagelang die Wikipedia/Wikimedia durchforstet und viel Interessantes gefunden:


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SS 3: Arbeitstitel »An der kurzen Leine«: Eine Urlauberin lernt an der Costa Brava als Gespielin eines reichen Mannes die Freuden des Pet-Daseins kennen …



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SS 4: Arbeitstitel lasse ich mal ungenannt, Inhalt: Nach dem Umsturz in Chile 1973 lernen linke Studenten-Aktivistinnen unter Pinochet die Folterkammern und Sexgelüste der neuen Herren hautnah kennen. (Kann man so was überhaupt bringen? Ja, kann man. Man kann Pinochets Diktatur scheußlich finden und sich trotzdem am Leiden der Studentinnen ergötzen. Schließlich hat auch ein westdeutsches Dominastudio ein »Verhörzimmer« mit grellen Lampen und Honeckerbild an der Wand - nichts für mich, ich fänd' das absolut abtörnend, aber wer's mag …)



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SS 5: Autor hat sich zurückgezogen, siehe unten. (Wäre eine Transsilvanien-Story gewesen.)



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SS 6: Arbeitstitel »Frischfleisch« - Sex in einer Metzgerei, zwischen Cervelatwürsten und Rauchfleisch, eine Story, die nicht länger liegen sollte, sonst wird sie ranzig, ferner »Die Herrin vom Wasen« (einer der letzten Bände, wo ich Fem- und Maledom mischen werde, isch schwör'! ;-) ), außerdem »Die Kernschnulze« (SM-Romanze in einem AKW). 

Wikipedia fürs Front- und hier fürs Backcover:






































Tänzerin mit Atompilz, Nevada 1953, eignet sich gut für x geschmacklose Sexbomben-, Atombusen- und A-Bombenwitze ;-)

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SS 7 und 8: österreichischer Autor, dessen alte und neue Femdom- und Maledomstories neu (und z. T. erstmalig) herausgegeben werden, das Cover für die Femdom-Stories spar ich mir hier mal, aber ...


















































... wird sie nicht richtig künstlerisch hier, die Wikipedia? »In den Fesseln einer Sklavin« müßte der Band mit den Maledom-Stories heißen ...


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SS 9: [Schweizer Autoren], »Lady xxx – Domina und Spezialagentin«



(Neustart eines Polit- und SM-Thrillers mit dann hoffentlich höheren Verkaufszahlen)

Bild schenke ich mir hier, das alte ist schön und gut ... 

Böses Mädchen trifft auf bösen Banker - who wins? :-)

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SS 10



S. Schumacher



Die Dame mit der Peitsche



(Femdom, Kunsthändler- und -fälschermilieu) 


Agenturbild

An sich war ein realistischeres, aber nicht so attraktives (=Kunden anziehendes) Titelbild angedacht, aber das läuft uns nicht weg - es taugt auch für spätere Geschichten ...

Ein Roman im Drehbuchstil


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SS 10: (Schaendler), Die Sklavenmädchen von Tanger



Roman: Eine jüdische Familie ist heilfroh, es mit Hilfe von reichen Gönnern im Sommer 1939 noch aus Deutschland in die »internationale Zone Tanger« geschafft zu haben – aber die Gönner wollen Rendite sehen, stopfen die Familienmitglieder (alle über 18 ;-) in Puffs und lassen sie dort anschaffen, und diverse Geheimdienste mischen auch noch mit …



(Ein Bekannter: »So was ist hochgradig toxisch!« – na klar, sonst wär's ja langweilig ;-) )



Ein alter Griechischlehrer: »Kalos ho kindynos – schön ist die Gefahr!« :-)



Hier wird’s sogar zwei Titelbilder geben:






















































Braves Titelbild für Amazon (Wikipedia)






















































Schärferes Titelbild für alle außer Amazon (Wikipedia) 






So könnte ein gemütlicher, altmodischer Puff im Orient und seine Mädels ausgesehen haben (Wikipedia) (In Wirklichkeit ist das in einem Nachtclub in Mexiko-Stadt geknipst worden)

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So weit erst mal. Könnte noch ein halbes Dutzend mehr Titel anführen, größtenteils fertig im Text und mit ausgesuchten Titelbildern, und das war ein schöner Job, die Wikipedia nach geilen Bildern zu durchforsten ... :-) 

Ach ja, der Autor, der sich zurückgezogen hat: Er fand meine Sympathie für »die Blauen« und für den Maskulismus befremdlich -



Sympathie für die Blauen? Ja, denn wer sonst soll (trotz manch seltsamer Gestalten dort) verhindern, daß hier Zustände einreißen, wie sie mein Autor Michel Huellenbeck in seinem 2019/20 erscheinenden Roman »Sklavin hinter 1000 1001 Schleiern« beschreibt?























































»Gesluierd« heißt dieses Foto eines NL-Wikipedia-Fotografen. Wäre ein schönes Titelbild für diesen Roman.

Mit dem Islam ist's wie mit Pinochet: Er ist gräßlich, tendenziell klerikalfaschistisch, aber gerade deshalb taugt er ganz gut für ergötzliche SM-Szenarien.  


Wo waren wir stehengeblieben?



Ach ja, der Autor, der sich zurückgezogen hat: Er fand meine Sympathie für »die Blauen« und für den Maskulismus befremdlich, aber wirklich störte ihn nur, daß ich Kinder im Blog gezeigt hatte, britische Schuljungs, die während einer der letzten Hitzewellen gegen ihren Lange-Hosen-Zwang protestierten, indem sie im Doppelsinne coole Röckchen anzogen. Und der keusch vollverhüllte Autor Schaendler war ihm ganz egal!;-) – Also ich als Schuljunge hätte Schottenröcke bei Hitze und auch sonst geil gefunden ;-) Mich fragte mal ein Schulkamerad, in welcher Verkleidung er auf eine Faschingsparty gehen solle. Ich: »Geh doch als Mädchen!« Hat der gemacht. Kam im Dirndl und strahlte vor Vergnügen :-)


Auch ging dem Autor alles zu zäh und zu langsam. Ja, geht mir auch oft so. Ich bemühe mich um Besserung, aber das ist nicht leicht, vielmehr sehr zäh ;-) Auch bedeutet der Umstieg von einem kleineren auf einen anderen kleineren Verlag bei einem 400-Seiten-20-Euro-Roman heute meist nur, daß man statt 250 Stück vielleicht 420 verkauft – meist enttäuschend wenig für die Mühe des Schreibens, und viel billiger kann man's in Kleinauflage nicht anbieten … 

Vielleicht ist es ein Fehler, öffentlich so offen zu sprechen, aber ich wollte mal sagen (statt zu geheimniskrämern), was ansteht, auch wenn das den einen oder anderen vielleicht verärgert; und ich danke meinen Autoren ganz ausdrücklich für ihre Geduld, die sie mit mir in den letzten Jahren gehabt haben. (Wäre ich in meinem Blog ganz unpolitisch und »rein geschäftsmäßig«, unterbliebe mancher Ärger, aber das wär' ja stinklangweilig.)

So weit erst mal. Könnte noch ein halbes Dutzend mehr Titel anführen, größtenteils fertig im Text und mit ausgesuchten Titelbildern, und das war ein schöner Job, die Wikipedia nach geilen Bildern zu durchforsten … :-) 

Im Herbst wird’s auch nicht nur SS geben, sondern auch SA: Sonderangebote für einige schleppend gehende Titel.



So weit für heute. Hoffen wir, daß nicht noch mehr Autoren * pfffft * entweichen … ;-)



Herzliche Grüße aus dem tangermäßig* schwülheißen Nehren bei Tübingen



Rüdiger



*PS: Ein Bekannter, studiert: »Woran arbeitest du gerade?« – »Einer meiner Autoren schreibt an einem Roman ›Die Sklavenmädchen von Tanger‹.« – »Von Tanga? Ach so – weil die alle Tangas tragen?« – »Nein, T-A-N-G-E-R!« Verständnisloser Blick. Er hatte noch nie von der Stadt Tanger gehört … 

** Und was ist denn nun mit dem Tübingen-Triathlon? Den hab ich in einen neuen Beitrag ausgegliedert, bevor dieser hier aus allen Nähten platzt ...

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