10.7.18

»Urlaubsgeld«: Mehr Marterpfahl-Titel bei Kindle unlimited :-)

Doch zu diesem speziellen Urlaubsgeld siehe weiter unten ... Zunächst einmal:

Amazon mal wieder ;-)

Kindle unlimited lohne sich durchaus, schrieb mir der letztes Mal zitierte Autor. Amazon bezahle ja auch für diese von Flatrate-Lesern konsumierten Seiten. Ah ja ... War mir gar nicht aufgefallen, daß in meinen ca. 300 Euro Honorar für einen Monat auch riesige ca. 16 Euro für 5065 gelesene Flatrate-Seiten drin waren, also stolze ca. 0,3 Cent pro Seite, 45 Cent für ein 150-Seiten-Buch. Ist das nicht großartig? ;-) (Und wie ordne ich das nun honorarmäßig den einzelnen Autoren zu?)

Für einen Thriller-Autor mit monatlich rund 150.000 gelesenen Flatrate-Seiten mag das okay sein, und wenn dann noch eine ähnliche Summe durch reguläre Verkäufe reinkommt, dann ist es schön - vorausgesetzt, es bleibt eine Zeitlang so und fällt nicht nach zwei, drei Monaten in sich zusammen.

Zugegeben, ich hatte gerade die schwächsten Titel fürs Flatrate-Programm ausgesucht, um ihnen aufzuhelfen, nicht die stärksten; überhaupt sind die von mir exklusiv über Amazon-Kindle (statt via Readbox über alle möglichen Ebook-Plattformen) vertriebenen Titel generell die schwächeren meiner Titel, ausgewählt nach dem Motto: Bei Amazon spar ich mir ca. 140 Euro Konvertierungskosten in die vielen Datenformate wie Tolino etc. Andererseits hab ich im letzten Jahr über reguläre Verkäufe (ohne Flatrate) insgesamt rund 18.000 Ebooks verkauft; ob die Flatrate-Leser noch dazu gekommen wären oder diesen Kuchen geschmälert hätten - wer weiß?

Ohnehin werden nur Ebooks für kindle unlimited zugelassen, die ausschließlich bei Amazon verkauft werden, d. h. der Verkäufer bindet sich noch mehr an den Branchenriesen Amazon und büßt die Verkaufsmöglichkeit auf anderen Plattformen ein. Ob sich das rentiert?

Ich bin und bleibe skeptisch gegenüber der Billigheimerei (und gegenüber dem Quasi-Monopolisten Amazon). Man soll sich nicht zu billig machen. »Wat nix kost', dat is auch nix.« An sich sollte ein Ebook den Preis der papierenen Ausgabe minus Druck- und Portokosten haben, also locker 80 % der Paperback-Ausgabe, und bei vielen »normalen« Belletristik- und Sachbuchverlagen ist das auch so, offenbar ohne Schaden für den Absatz, nur bei Erotik überschwemmt Billigstplunder den Markt. Ein 200-Seiten-Roman ist als Ebook mit dem Preis von noch nicht mal zwei Kneipenbieren (4,99 Euro) eh schon viel zu billig - noch billiger sollte man sich nicht hergeben. Insofern werd ich das Unlimited-Programm nur für ältere, schwache oder auslaufende Titel benutzen, so, wie ich es anfangs für Testzwecke vorhatte (»Wenn's nix nutzt, so schadet's wenigstens auch nix«).

Gerade erhalte ich wieder eine Email von Readbox:  »Heute möchten wir Sie darüber informieren, dass Amazon offenbar begonnen hat, systematisch unsere Verlagskunden anzurufen, um Sie darüber zu informieren, dass damit zu rechnen sei, dass ihre Titel ab Montag bei Amazon nicht mehr verfügbar sind, weil readbox sich nicht auf eine Fortführung der Zusammenarbeit einigen will.

Sollten Sie also einen entsprechenden Anruf erhalten, wundern Sie sich nicht. Es gibt keinen Grund, sich davon nervös machen zu lassen.

Den Hintergrund und Amazons erwartbares Verhalten hatte ich Ihnen in meiner letzten Mail erklärt. Wir haben hier jetzt offenbar die nächste Eskalationsstufe weiterer Erpressungsversuche erreicht. Wir haben nicht den Plan, uns davon einschüchtern zu lassen.

Wir müssen jedoch damit rechnen, dass Amazon diese Drohungen wahr macht.«

Was soll man dazu noch sagen?

Nachtrag 10.7.2018: Neue Titel für Kdp select / kindle unlimited

Am Tag nach meinem Geburtstag weicht der Kater allmählich, und in meinem Wohlwollen habe ich beschlossen, alle restlichen der nur bei Amazon Kindle Publishing verfügbaren Marterpfahl-Titel noch bei Kindle unlimited anzumelden:

- Alexander, Flitterwochen mit dem Rohrstock siehe hier

- Glynis Dunnit, Ins Röckchen gezwungen, siehe hier - der Klassiker; seit 1998.

- Hans-Peter Lepper, Der letzte Schliff (Teil I): Das Internat in den Reben, siehe hier

- Ders., Der letzte Schliff (Teil II): Aussenstelle Le Roselet II, siehe hier

- Cagliostro u. a., Zucker und Peitsche für Barbara, siehe hier

- N. N. Neosteel u. a., DAS DA wird dir Manieren beibringen, siehe hier

- Gerwalt, Marie-Charlotte: Kerker, Ketten und Karibik, siehe hier

- jaSMin Stepford, Ins Kleidchen gezwungen, siehe hier

Apropos Röckchen:

Wieder einmal haben britische Schüler, diesmal in Bournemouth, bei einer Hitzewelle gegen den Lange-Hosen-Zwang protestiert, indem sie Röckchen anzogen:

Der Mittlere bekam eine Rüge: Sein Röckchen war zu kurz :-)
Näheres über die Aktion siehe hier

Nächsten Monat gibt's dann wohl was über Männer im orientalischen Fummel hier zu lesen ;-)

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