16.7.16

N. N. - »Geld her!« - prüde Bayern u. a.

Folgt noch ... (N. N.) - SS ! bis November aufgeschoben


... die Hauptnachricht für Juli; inzwischen können sich die werten Leser an den »Beilagen« gütlich tun: (siehe unten)

Inzwischen ist der Juli lang vorbei, aber mit der Lieferbarkeit von SS 1 (dieser Femdom-Sissyboy-Story, siehe oben) wird's leider doch noch bis November dauern, sorry. (Das war's, was ich eigentlich melden wollte.) 



»Geld her!« sprach der Staat und ruinierte die Verlage

Manchmal kann ein Zaudern die Rettung sein, dafür ist nicht nur der antike Feldherr Cunctator (»Zauderer«) ein Beispiel, das gilt auch jetzt noch. »Du solltest da auch Mitglied werden!« ermunterte mich um 2004 eine Bekannte, die nebenberuflich zwei, drei Sachbücher verlegt hatte; die verkaufte Auflage betrug vielleicht einige hundert Stück. Wo? In der VG Wort, der »Verwertungsgemeinschaft Wort«, die vor allem Sach- und Fachbuchverlage und -autoren, etwa Doktoranden, dafür entschädigt, daß ihre Werke in Bibliotheken gratis zur Ausleihe und auch zum Fotokopieren bereitstehen, statt daß jeder Leser ein Exemplar kaufen muß. In Druckereien hingen Plakate, die Dissertanden auf die VG Wort aufmerksam machten, und sogar mit Bloggen konnte man zuletzt Geld verdienen, indem man nämlich komplizierte Zählmarken in den HTML-Code des Blogs einflocht. Ich schob die Sache mit der VG-Wort-Mitgliedschaft vor mir her, aber es war nicht nur Bequemlichkeit, sondern auch die Erkenntnis, daß ich nicht, wie meine Bekannte, mit mehreren hundert Euro rechnen konnte, erst recht nicht mit einem Zehntel des Verlagsumsatzes, wie es heute im Tagblatt hieß; ich kaufte mir ausnahmsweise die papierene Ausgabe. Was ein Verlag und dessen Autoren nämlich bekamen, richtete sich nach der Ausleihehäufigkeit der Werke des Verlags in öffentlichen Bibliotheken. Und welcher MARTERPFAHL-Titel steht schon in einer öffentlichen Bibliothek? Meines Wissens keiner, noch nicht mal solche Sachbuch-Bestseller wie »Sex für Fortgeschrittene« oder solche Klassiker wie »Dornröschen« oder »9 1/2 Wochen«. Als ich mich vor einigen Monaten doch mal zur Anmeldung aufraffen wollte, ließ mich das neue Gerichtsurteil. wonach nur Autoren in Zukunft noch was bekommen sollen, Verlage aber nicht, erneut zögern; und jetzt kann man sich's wohl gleich schenken (außer man publiziert im Selbstverlag und steht in x Bibliotheken oder hat einen hunderttausendfach gelesenen Blog). Hier u. a. Berichte über das ältere VG-Wort-Urteil und die Zählmarken. Und jetzt müssen die Verlage zum krönenden Abschluß tausende oder sogar zehntausende von Euro (rückwirkend) an die Autoren zurückzahlen, und so mancher Verlag dürfte dabei ins Schlingern geraten ...

Prüde Paiern, heiße Höschen in Horb, Abkühlung auf dem SM-Dampfer: das Kulturprogramm! :-)

Ende der 90er Jahre war ich auch mal dabei, und jetzt ist das SM-und-Fetisch-Schiff auf dem Bodensee dem SPIEGEL sogar eine Fotostrecke wert. - Im Café Fellatio in Genf soll man(n) zusätzlich zu Zeitung und aufgeschäumter Milch in Zukunft auch noch einen geblasen bekommen. - Heißt es bald »R. I. P. Beate Schmuse«? Der papierene Katalog wurde schon eingestellt (wie bei Neckermann und Quelle), und wenn man das hier liest, dann sieht es nicht sonderlich gut aus ... - Keine heißen Höschen im herben Horb? Über die Kleidersitten in meinem Demnächst-vielleicht-Wohnstädtchen informiert hier die WELT. - Über die geilen Gefühle, die Frauen beim Schlachten von Karnickeln haben, hier Näheres. - »Prüde Paiern!« kann man nur sagen, wenn man sich das Genöle über die sexy Bikini-Reklame am Marienplatz vor Augen führt, die doch eigentlich ganz harmlos ist. Tübingens OB Palmer findet gar, die (vor kurzem abgehängte) Tübinger Rathaus-Renovierungsverhüllung mit einem Windenergie-Poster sei attraktiver als die Münchner Bikinimieze, hat aber wenigstens bei den Asylanten der Shedhalle einen realistischen Blick. - Ohne jede Ironie, Satire oder Kritik berichtet die WAZ hier über den Großimport orientalisch-muslimischer Sozialhilfebezieher auf Steuerzahlers Kosten; die porträtierte Großfamilie lebt pikanterweise in derselben Straße, in der eine deutsche Bekannte von mir nicht ohne Mühe freiberuflich über die Runden kommt. Vor Jahren berichtete die FAS mal darüber, daß eine deutsche Familie in ähnlicher Situation weit weniger wohlwollend behandelt wurde: Das 500-Euro-Geschenk des Bundespräsidenten wurde von einer Jugendamts-Tussi überreicht, die an allem rumnörgelte und teure Änderungen verlangte, widrigenfalls die Kinder eventuell den Eltern entzogen würden. (Link find ich leider nimmer.) - Über das Problem der millionenfachen Armutsmigration berichtet hier Dirk Schümer. - Wie schwierig der Brexit werden könnte, sieht man am Gröxit: 1982 taten sich die EG-Fischer sehr schwer mit dem Verzicht auf die Fischgründe der austrittswilligen Grönländer, siehe hier. - Eine Empfehlung: Der Schriftsteller Herbert Rosendörfer. - »Bilden Sie einen Satz mit Bochum, Köln und Saxophon!« - ??? - »Ein Hund bochum die Ecke und fing an zu pinKÖLN; da sah man seinen Sack so von der Seite.« Dutzende solcher kultureller Perlen finden sich hier in einem Video mit Jürgen von der kessen Lippe, der aus einem Robert-Gernhardt-Band liest. - Zu guter Letzt hier ein aufrüttelnder Beitrag über die grausamen Arbeitsbedingungen von Filmdoubles. Viel Vergnügen! :-)

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