11.3.16

Keusche Amis, teure Schriftsteller & mehr

Amazon mal wieder (Fortsetzung siehe weiter oben)

Die Kindle-Ebook-Fassung von Torres' »Sklavenjagd« ist vom Amazon-Katalog verschwunden. Das Titelbild entspreche nicht den Amazon-Richtlinien (also ist es diesmal nicht der Jugendschutz, sondern die ganz banale amerikanische Prüderie). (Fortsetzung siehe weiter oben, Posting vom 21.3.).

Bedeutende Denkerinnen und Denker des 21. Jahrhunderts; heute: Angela Merkel bei Anne Will:


»Manchmal geht es zu langsam, manchmal nicht schnell genug.« - »Meine verdammte Pflicht und Schuldigkeit besteht darin, dass dieses Europa einen gemeinsamen Weg findet« - und zwar den meinen, so ähnlich fügte sie noch hinzu. Ich dachte immer, sie betrachte sich als Kohls oder Adenauers Enkelin, aber offenbar sieht sie sich eher in der Nachfolge von Queen Victoria, der wohlwollend-strengen »Großmutter Europas«. Sie habe keinen Plan B, sagte sie außerdem. Ich fürchte, das Problem ist, daß sie auch keinen Plan A hat ... 
Näheres siehe hier und hier. (Als sie unlängst von den Führern der Balkanstaaten zurechtgestutzt wurde, die sich einfach nicht mehr darum kümmern, was die konfuse Kanzlerin will, fuhr sie noch eimal auf: »Ich will nicht, daß irgendwas geschlossen wird« - aber gleichzeitig bekniet sie die Türkei, genau dieses zu tun ...)

58 Jahre Freundschaft am Knackpunkt

1958 beschlossen Dänemark und Schweden, auf Kontrollen an ihrer Binnengrenze zu verzichten. Lange ging alles gut. Als in den 60er Jahren Rassenunruhen in den USA ausbrachen, sagte Schwedens Ministerpräsident Tage Erlander, ein Sozialdemokrat, so was sei in Schweden undenkbar, dazu sei Schweden religiös, sprachlich, rassisch und kulturell viel zu homogen.
Das war einmal. Schweden entschied sich dafür, ein einwanderungsfreundliches Multi-Kulti-Land zu werden - und hat jetzt auch Krawalle zwischen den verschiedenen Volksgruppen. Dänemark wandte sich in den letzten Jahren mehr und mehr zum Einwanderungsgegner, und so war es vielleicht unvermeidlich, daß es jetzt doch wieder Kontrollen zwischen den beiden Ländern gibt. Näheres hier


Rushdie teuer wie nie

Aaaach *gähn* - wer interessiert sich denn heute noch für den ollen Salman Rushdie? Haben wir nicht dieses tolle neue Abkommen mit dem Iran, sind wir nicht schon ganz entspannt und exportieren wieder fleißig? Ist Rushdie nicht sogar als Redner auf der letztjährigen Frankfurter Buchmesse aufgetreten (und hat damit die meisten iranischen Verlage vergrault)? Und dennoch: Das Kopfgeld auf ihn gibt's immer noch, es ist sogar noch aufgestockt worden, ausgerechnet am Valentinstag - siehe hier.


Der Eisbär weigert sich auszusterben

Der angeblich bedrohte Eisbär ist eins der Lieblingskinder der Klimawandel-Apokalyptiker. In Wirklichkeit blüht und gedeiht seine Population; näheres siehe hier und hier.



































Der Minister, der alles verbietet

Kutscher an die Kandare nehmen - die haben ja keine Ahnung, sind ja erst seit Jahren mit den Pferden unterwegs! Wohnungssanierung verbieten, die übers Nötigste rausgeht - das wäre sonst Gentrifizierung. Vermieten an Touristen sowieso. Keine Wildtiere mehr in Zirkussen - und Ponyreiten für Kinder sowieso nicht.
Wo gibt's so ein Prachtexemplar von Ekelpaket von Minister? In Berlin. Sozis und Grüne sind mit ihrem erzieherischen Drang sowieso die ins Moderne gewendete Fassung des wilhelminischen Bürgertums. Am deutschen Wesen (Mülltrennung, Atomausstieg ...) soll die Welt genesen! Mehr dazu hier.

Der Islam versteinert

Eine Beobachtung von vielen aus der islamischen Welt: In Marokko sind Frauen heute unfreier als vor Jahrzehnten. Der SPIEGEL berichtet.

Männer in Strapsen

Männer in Strapsen findet man auf einem Wandgemälde in Berlin. »Kann mich endlich mal jemand zur Frau machen?« jammert der Kerl, der aus dem Dschungelcamp stammen soll; auf einem anderen Bild beklagt ein Spießer, der Dackel der Schwiegermama habe ihn entmannt. Wo finden sich solche Wandgemälde? An einem Dominastudio? Falsch. Sie befinden sich an der Rückwand des taz-Gebäudes, dessen Vorderseite so hübsch bürgerlich wirkt, daß man gar nicht versteht, weshalb die taz mit Staatsknete einen Neubau anstrebt. Näheres hier

Broder in Burka

Die ACHSE DES GUTEN sucht Paten, um die Kosten zu stemmen. Eigentlich kostet's nur knapp 60 Euro im Jahr, doch wer mehr als 10.000 spendet, zu dem kommt Henryk M. Broder nach Hause und tanzt in einer Burka den letzten Sirtaki. Ehrenwort. Mehr auf achgut.com. 


Erkenntnis:

»Ich konsumiere seit drei Monaten keine Nachrichten mehr. Und es geht mir gut dabei! Unterhält man sich mit Deutschen, die ein paar Jahre im Ausland gelebt haben und wieder zurückkommen, sagen im Prinzip alle das gleiche: ›Eigentlich hat sich wenig verändert. Seit 30 Jahren ist es fünf vor zwölf, irgendwas kann nicht entschieden werden, weil irgendwo Landtagswahlen sind, und Howard Carpendale ist immer noch auf Abschiedstour.‹«

V. Ebert im FOCUS vom 20.2.'16; aktualisierbar ist da eigentlich nur der Name der Band ... 

Seit sechs Wochen tritt die Natur fast auf der Stelle - die Schneegläckchen und Krokusse in meinem Garten sehen immer noch aus wie Ende Januar, Anfang Februar - wo bleibt der Klimawandel, wenn man ihn braucht? Es scheint zur Regel zu werden, daß es bis über Weihnachten hinaus mild bleibt und dann das dicke Ende kommt. Ich wünsche allen Lesern und mir, daß endlich der Frühling kommt! :-)

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