29.9.15

Die Wetterlage des Verlags und auch sonst ...

Es wird herbstlich ... 

Kaum kam der September, ging der Sommer; das gibt's öfter, so einen ersten Kaltlufteinbruch Anfang September, ich erinnere mich, wie ich vor etwa 14 Jahren mal mit dem Motorrad Ende August bei warmem Wetter von Belgien her heimwärts mit dem Motorrad unterwegs war, und kaum war ich daheim, wurd's pünktlich zum 1. September naßkalt ... Dafür findet der Berlin-Marathon - wie gestern - oft in einer Phase des »Altweibersommers« statt.

Seit dem Gerede vom Klimawandel versuche ich jedes Jahr dasselbe: vom 1. Mai bis zum 3. Oktober ohne Heizung auszukommen, fünf kurze Monate nur, noch nicht mal die Hälfte des Jahres, und das möglichst ohne zu frieren. Es gelingt mir nie. Heuer war die Schafskälte im Juni recht ausgeprägt, danach gab's zwei, drei Hitzewellen, von denen man ruhig ein paar Grad hätte abschneiden und für später hätte aufheben sollen ... Stattdessen wurd's im September gleich zu Beginn herbstlich, und auch der Altweibersommer war eben kein richtiger Sommer, nur noch ein halber. Als letzten Mittwoch morgen die Temperatur in der Küche nur noch 14,9 Grad betrug, gab ich auf und stellte die Heizung an. - Tja, das mit dem Klimawandel, das wird eben doch nicht so richtig, leider, leider ... Der muß wohl noch ein bißchen forciert und gefördert werden statt gebremst, sonst werden wir es hier nie warm und gemütlich haben :-)

Die Wetterlage des Verlags

»Es bleibt schwierig«, würde Walter Giller sagen. »Goldener Oktober« pflegt man vom Wetter oft zu sagen. »Goldener September« könnte ich vom letzten Monatsabschluß sagen, der ganz prima ist, ein satter Überschuß. Wären alle Monate so, gäb's keinen Grund zu klagen. Leider ist dem nicht so. Anscheinend sind immer weniger Leute bereit, für einen, sagen wir mal: 300-Seiten-Erotikroman 18,- Euro auszugeben, und viel billiger kann ich's bei meinen Auflagen nicht machen. Für 8,- Euro könnte ich ihn nur anbieten, wenn ich ein Großverleger wäre, mit 10.000 Stück Mindestabsatz. - Als Folge davon sind dann auch immer weniger gute Autoren bereit, zwei bis drei Monate Arbeitszeit für das Verfassen eines solchen Romans zu investieren, wenn sie nicht mal sicher sein können, damit rund 2000 Euro Autorenhonorar einzunehmen, und es entsteht eine Spirale abwärts.

Amazon.de blockiert  immer noch meine Titelbilder, einen wichtigen Verkaufsanreiz. Auslöser dafür war wahrscheinlich der bayrische Jugendschutz, der wieder mal entschied, was der Rest der Welt zu sehen bekommen darf und was nicht - siehe hier:

Die verbannten Sklavinnen

Zensurbalken wie anno dazumal

Bestsellerautor Torres dazu

Was Torres anspricht - eine nicht nur jugendschutzbedingte, sondern auch inhaltliche Quasizensur von Inhalten durch Amazon -, das war  hier auch schon mal Thema:

Sie reiten nicht mehr

Nun ist Amazon ein Privatbetrieb, der sein Sortiment gestalten kann, wie er will, genauso wie der Buchhändler an der nächsten Ecke, der sich gegenüber SM-Literatur auch oft recht zugeknöpft gibt. Das alles wäre auch kein sonderliches Problem, wenn Amazon einer von vielleicht einem Dutzend gleichgewichtigen Online-Handelshäusern wäre - da Amazon aber so quasi ein halber Monopolist mit einer erdrückenden Marktmacht ist, wird es problematisch ...

Vermutlich sind nach dem damaligen Jugendschutz-Vorfall alle meine weiteren Titelbilder bei Amazon in einen Filter gerutscht: »Vom Marterpfahl Verlag keine Titelbilder mehr anzeigen«, so lautete wahrscheinlich die neue maschinelle Einstellung, vermutlich ohne Einzelfallprüfung. Dumm für mich, sehr dumm ... Wozu noch schöne Titelbilder gestalten, wenn sie eh kaum noch einer sieht? 

Momentan sind etwa eine Handvoll papierener Buchtitel und ein, zwei Dutzend Ebooks knapp vor der Vollendung; vermutlich werde ich sie in kleinen Gruppen erscheinen lassen, so zwei bis drei pro Monat. Der Preis wird wahrscheinlich bei 5,- Euro pro Buch liegen - zu wenig für meinen Geschmack, um die Leistung der Autoren angemessen zu honorieren, zu viel für den Geschmack mancher Ebook-Käufer. Doch 5,- Euro sind weniger als zwei Kneipenbiere, weniger als eine Kinokarte - wer das nicht mehr bezahlen will für einen 200-Seiten-Roman, der soll's eben bleiben lassen, um es mal milde zu formulieren ;-)

Die politische Großwetterlage ...

... ist auch eher wolkig als heiter, leider, leider ...

Nicht mehr ordentlich gelöscht werden kann vermutlich demnächst in Niedersachsen, denn die Landesfeuerwehrschule wurde zwecks Unterbringung von Zuwanderern geschlossen.

In Sachsen-Anhalt müssen Bundeswehrsoldaten aus ihrer Kaserne aus- und in ein Zeltlager einziehen, weil die Kaserne mit Asylanten belegt wird.

Muslimische Zuwanderer bepöbeln und bedrohen christliche, Massenschlägereien gibt's auch immer wieder mal (hier), und ein Imam will einer christlichen Politikerin nicht die Hand geben (sonst sind nur orthodoxe Rabbis so meschugge) - hier eine kleine Presseschau und hier noch eine.

Im westfälischen Lübbeke hatten Schüler gerade mal 15 Minuten Zeit, um ihre Schule zugunsten von Zuwanderern zu räumen - »eine Flucht wie nach einem Krieg« (so die Schulleiterin), etwa wie 1945, als man (die neue polnische Obrigkeit in Schlesien) den Deutschen oft kaum eine halbe Stunde einräumte, das Nötigste zu packen, bevor sie in die Güterzüge westwärts verfrachtet wurden ... 

Evangelische Pastoren predigen gegen die Gentechnik - überhaupt wirkt diese Kirche mehr und mehr wie eine Unterabteilung der GRÜNEN ...

Das nordafghanische Kundus wird gerade von den Taliban eingenommen - alles für die Katz, die milliardenteuren, jahrelangen Bemühungen der Bundeswehr, und neue Flüchtlingswellen sind absehbar ...

Und hier noch ein Fall aus dem Jahre 1879: Schweizer Behörden vermittelten einem bedürftigen Mitbürger die Überfahrt nach Amerika, zahlten ihm gar in den USA einen Monat lang ein Zimmer (für stolze drei Dollar), Hauptsache, er lag seiner Schweizer Kommune nicht mehr auf der Tasche - und das blieb kein Einzelfall: 330.000 Schweizer wanderten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in die USA aus, so daß sich die mächtigen USA schon vor einer Massenzuwanderung von Wirtschaftsflüchtlingen aus der kleinen Schweiz fürchteten ... Näheres hier

Hat VW überhaupt betrogen? Bedeutet eine Prüfung, sei es von Autos oder Menschen, nicht zu beweisen, daß der Proband in der Prüfung eigenständig die geforderte Leistung erbringen kann, egal was vorher oder nachher ist? Hat VW also betrogen?

Der Dalai Lama kann sich durchaus vorstellen, als Frau wiedergeboren zu werden, aber schön muß sie sein!

Youtube hat sich anscheinend irgendwie mit Sony geeinigt - nicht nur die japanische, sondern auch die deutsche Fassung der alten »Sukiyaki«-Schnulze ist wieder online, und dieses alte Video vom beschwerlichen, holprigen Fahren auf der isländischen Ringstraße (der Hauptverkehrsroute!), das mich wehmütig an meine Fahrt ebendort 1995 erinnert, ist auch wieder da - nur daß diese im hellen Sommer statt im tristen Winter stattfand ...

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